Durchblick: Zins ist nicht gleich Zins
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Seit Monaten wird diskutiert und spekuliert, welche Zentralbank die Zinsen wann und wie stark senkt. Dabei wird erwartet, dass die Europäische Zentralbank damit bald startet.

Um nicht den Überblick zu verlieren, informiere ich mich monatlich bei Michael Rottmanns Blickpunkt Zins – onemarkets by UniCredit.

Doch was bedeutet es eigentlich für meine Geld- und Wertpapieranlagen, wenn die Leitzinsen gesenkt werden? Diese Frage höre ich zur Zeit oft und die Antwort ist nicht einfach. Der Reihe nach.

Bei bestehenden Festgeldern ändert sich während ihrer Laufzeit nichts. Anders sieht es bei Tagesgeld und variabel verzinsten Anleihen aus. Hier wird eine Leitzinssenkung relativ schnell spürbar in eine niedrigere Verzinsung münden. Bei Anleihen mit längeren Laufzeiten und fixem Zinssatz ändert sich am Zins auch nichts, der Kurs der Anleihe wird jedoch steigen. Dabei hängt der Anstieg des Kurses von der Restlaufzeit der Anleihe ab: Je länger es bis zur Fälligkeit der Anleihe dauert, desto stärker fällt die Veränderung des Kurses aus.

Doch bleibt die Frage, welchen Einfluss die fallenden Leitzinsen auf die Renditen der länger laufenden Anleihen haben. Die Zinskurve ist aktuell (im Mai 2024) invers, das bedeutet, dass ich am kurzen Ende einen höheren Zinssatz erhalte, als wenn ich länger, beispielsweise mehr als 5 Jahre, anlege. Nicht wenige erwarten, dass sich die Kurve wieder dreht. Das würde aber bedeuten, dass niedrigere Leitzinsen nicht automatisch mit sinkenden Renditen am längeren Ende einhergehen. Für den Kurs der Anleihe würde das nur eine geringe oder gar keine Veränderung bei sonst gleichbleibenden Rahmenbedinungen bedeuten.

Ist es daher jetzt sinnvoll, noch schnell Festgelder abzuschließen oder länger laufende Anleihen zu erwerben? Die Frage ist individuell zu beantworten. Bei Festgeldern besteht ein Wiederanlagerisiko in der Gestalt, dass ich möglicherweise den Zinssatz, der mir heute angeboten wird, in 6, 12 oder 18 Monaten – bei Fälligkeit – nicht wieder angeboten bekomme, sondern nur zu einem niedrigeren Satz anlegen kann. Wenn ich also Geld nur für diesen Zeitraum parken möchte, spricht nichts dagegen. Wenn ich mein Geld allerdings längerfristig anlegen möchte, ist ein Blick auf die Anleihen durchaus sinnvoll.

Nebenbei sei erwähnt, dass Zinsen auch einen Einfluss auf Strukturierte Wertpapiere haben. Den Zusammenhang erkläre ich an einer anderen Stelle mal etwas genauer. Und wer es gar nicht abwarten kann, den verweise ich auf die Webinare von onemarkets by UniCredit. Dort erklären meine Kollegen und ich Woche für Woche die Funktionsweisen von unterschiedlichen Anlagelösungen oder auch den ein oder anderen Index. Reinschauen lohnt sich, so viel ist sicher!

Mehr Informationen gibt es unter: www.onemarkets.de/webinare.

Bitte beachten Sie die wichtigen Hinweise und den Haftungsausschluss.

Diese Informationen stellen keine Anlageberatung, sondern eine Werbung dar. Das öffentliche Angebot erfolgt ausschließlich auf Grundlage eines Wertpapierprospekts, der von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ("BaFin") gebilligt wurde. Die Billigung des Prospekts ist nicht als Empfehlung zu verstehen, diese Wertpapiere der UniCredit Bank GmbH zu erwerben. Allein maßgeblich sind der Prospekt einschließlich etwaiger Nachträge und die Endgültigen Bedingungen. Es wird empfohlen, diese Dokumente vor jeder Anlageentscheidung aufmerksam zu lesen, um die potenziellen Risiken und Chancen bei der Entscheidung für eine Anlage vollends zu verstehen. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.

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