Titel, Tore und Rendite


von onemarkets Magazin
am 13.09.17 um 8:00 Uhr in Lebensart / Magazin / onemarkets Magazin September 2017


0

onemarkets MagazinEgal ob Bundesliga, DFB-Pokal oder Champions League: Der Fußball begeistert in ganz Europa die Massen und lockt Zigtausende in die Stadien und Millionen vor die TV-Bildschirme. Vor allem die stark steigenden Preise für die Übertragungsrechte bescheren den Clubs Rekordeinnahmen – auch an der Börse ist der Hype um das runde Leder angekommen.

Am 12. September hatte das Warten ein Ende. Die Champions League ist in die neue Saison gestartet. Zigtausende Fußballfans in den Stadien und Millionen vor den Fernsehbildschirmen waren begeistert dabei, als die bekannte Hymne der europäischen Königsklasse ertönte. Freuen konnten sich auch die 32 in diesem internationalen Wettbewerb vertretenen Clubs. Nicht nur dass die Teilnahme einem sportlichen Gütesiegel gleichkommt. Darüber hinaus lässt die Champions League die Kasse klingeln: Nach der Saison 2015/16 kehrte die Europäische Fußballunion (UEFA) die stolze Summe von 1,36 Milliarden Euro an die Teilnehmer aus. Allein für das Erreichen der Gruppenphase wurde eine Startprämie von zwölf Millionen Euro fällig. Auf dem Konto des im Halbfinale ausgeschiedenen FC Bayern München landeten mehr als 64 Millionen Euro. Der Hype um die Champions League geht so weit, dass sich die öffentlich-rechtlichen Anstalten zurückziehen: Ab der Saison 2018/19 wird die Königsklasse in Deutschland nur noch auf dem Pay-TV-Sender Sky sowie beim kostenpflichtigen Streaminganbieter DAZN zu sehen sein. Das ZDF ging bei der Vergabe der Übertragungsrechte leer aus.

Nicht nur auf europäischer Ebene boomt das Fußballgeschäft. Auch die Bundesliga ist wirtschaftlich so erfolgreich wie nie. Das zeigen die von der DFL Deutsche Fußball Liga GmbH publizierten Zahlen. Demnach verzeichnete die 1. Bundesliga in der Saison 2015/16 den zwölften Rekordumsatz in Folge (siehe Grafik). Haupteinnahmequelle der obersten Spielklasse ist die mediale Verwertung. Sie steuerte im Berichtszeitraum knapp 29 Prozent zum Gesamtumsatz bei.

Run auf die Übertragungsrechte

In der seit August laufenden Saison 2017/18 dürfte es beim wichtigsten Umsatzposten einen Wachstumsschub geben. Grund: Im Juni 2016 konnte sich die DFL nach der Ausschreibung der nationalen Übertragungsrechte über ein Rekordergebnis freuen. Bis 2020/21 zahlen die Medienunternehmen, welche in Bild und Ton berichten, pro Spielzeit durchschnittlich 1,13 Milliarden Euro – ein Plus von 85 Prozent im Vergleich zum vorherigen Vergabezeitraum. Trotz des Bundesliga-Megadeals dürfte Großbritannien in Europa das Maß aller Dinge bleiben (siehe Grafik rechts).

Mit seinen hohen Wachstumsraten kann der Fußball auch an der Börse punkten. Im STOXX® Europe Football Index sind 22 notierte Vereine enthalten. Dazu zählt Borussia Dortmund. Seit mehr als zwölf Jahren ist Hans-Joachim Watzke als Geschäftsführer beim Traditionsclub tätig. Musste er die Borussia zunächst aus einer schweren Krise führen, steht das Fußballunternehmen heute auf soliden finanziellen Beinen. Zwischen 2011 und 2016 hat sich das Eigenkapital (IFRS) um den Faktor 4,6 auf 309,5 Millionen Euro erhöht. Für das Geschäftsjahr 2015/16 erhielten die Anteilseigner bereits das fünfte Mal in Folge eine Dividende. Zu Beginn der neuen Saison notierte die BVB- Aktie auf dem höchsten Niveau seit Herbst 2001. Für die weiteren Aussichten spielt der sportliche Erfolg eine zentrale Rolle. Egal ob Bundesliga, DFB-Pokal oder Champions League: Niederlagen der Schwarz-Gelben können neben den Fans auch den Investoren sauer aufstoßen.

Wissen

Union of European Football Associations

Die Dachorganisation der 55 nationalen Fußballverbände in Europa ist im schweizerischen Nyon ansässig. Sie führt neben Clubwettbewerben wie Champions und Europa League auch die Europameisterschaft durch. Die UEFA ist einer von insgesamt sechs Kontinentalverbänden des Weltfußballverbandes FIFA.

DFL Deutsche Fußball Liga

Der als GmbH firmierenden DFL fällt im deutschen Profifußball eine zentrale Rolle zu. Sie übernimmt neben der Lizenzierung der 36 Clubs aus der 1. und 2. Bundesliga die Terminierung sämtlicher Spiele. Außerdem hat sie den Auftrag, die Medienrechte national und international bestmöglich zu vermarkten.

Bildnachweise:

  • Bernd Ducke


Dies ist eine Werbemitteilung. Bitte beachten Sie die wichtigen Hinweise und den Haftungsausschluss. (http://blog.onemarkets.de/wichtige-hinweise-haftungsausschluss/)

Für Produktinformationen sind allein maßgeblich der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen. Alle Produktunterlagen und Informationen unter: www.onemarkets.de.

Funktionsweisen der HVB Produkte (http://blog.onemarkets.de/funktionsweisen/).


Hinterlassen Sie eine Anwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.