Strategien, wenn’s mal turbulent wird
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onemarkets MagazinWas für ein Schock! Aktien haben zuletzt deutlich nachgegeben. Gesunde Korrektur oder nachhaltige Trendwende? Zwei Nachrichten dazu. Die Schlechte zuerst: Es dürfte stressig bleiben. Die Gute: Das muss keine Einbußen bedeuten. Wer auf der Gewinnerseite stehen will, braucht gute Strategien. Wie solche aussehen können, erfahren Sie hier.

„Panik an den Märkten“, „Die Angst ist zurück“, „Explosives Potenzial an den Börsen“, mit solchen oder ähnlichen Schlagzeilen kommentierte die Wirtschaftspresse in den vergangenen Wochen die starken Kursverluste an den internationalen Aktienmärkten. Verantwortlich für die Verluste war vor allem die Angst vor steigenden Zinsen. Nach einer sensationellen Rekordjagd, die sowohl deutsche Aktien als auch US-amerikanische Titel auf immer neue Höhen trieb, mussten Anleger erkennen: Die Börse ist doch keine Einbahnstraße, sondern gleicht manchmal eher einer Achterbahnfahrt.

Positives Umfeld

Dass die jüngsten Kursturbulenzen den Beginn eines nachhaltigen Trendwechsels darstellen, glauben aber nur die wenigsten Marktexperten. Sie sehen darin vielmehr eine Korrektur, die sich gerade bei überhitzten Märkten als „gesund“ erweisen kann. Außerdem hat sich am positiven fundamentalen Umfeld bis auf den Faktor Zinsen wenig bis gar nichts geändert. So gibt es nach wie vor kein Anzeichen dafür, dass die Weltwirtschaft aus dem Tritt geraten könnte. Im Gegenteil: Zuletzt haben einige Wirtschaftsinstitute ihre Prognosen für das Wachstum des globalen Bruttoinlandprodukts (BIP) sogar noch nach oben geschraubt. Auch von Unternehmensseite gibt es aktuell keine Warnzeichen. Wie die zurückliegende Quartalssaison gezeigt hat, stehen die Unternehmen insgesamt gut da. Beispiel USA: Im vierten Quartal 2017 haben die im US-Leitindex S&P 500® vertretenen Firmen ihren Gewinn um 13,4 Prozent gesteigert, wobei 75 Prozent der Gesellschaften die Erwartungen der Analysten übertroffen haben (Quelle: Factset, Earnings Insight, 2. Februar 2018).

Reine Nervensache

Gleichwohl besteht kaum ein Zweifel darüber, dass die Nervosität an den Märkten spürbar zugenommen hat. Zum Ausdruck kommt dies in der erhöhten Schwankungsintensität der Aktienkurse (Volatilität). Volatilitätsbarometer wie der VIX®, der über die Schwankungsbreite des S&P 500® Auskunft gibt, oder der deutsche VDAX®-New sind zuletzt sprunghaft angestiegen (siehe Chart rechts). An das rauere Klima werden sich Anleger vermutlich auf absehbare Zeit gewöhnen müssen. „Wir gehen davon aus, dass die höhere Volatilität in den kommenden Monaten anhalten wird“, sagt Christian Stocker, Aktienstratege bei UniCredit. In einem Umfeld, in dem Konjunkturindikatoren wie das ifo Geschäftsklima kaum mehr zu toppen sind, würde die Volatilität immer zunehmen. Im Klartext: Anleger müssen sich auf eine Phase einstellen, in denen es hin und wieder mal drunter und drüber gehen kann.

Investieren mit Köpfchen

Sollte man von Aktien nun ganz die Finger lassen? „Nein“, betont Christian Stocker. Der Pfad sei zwar holpriger geworden, an den insgesamt positiven Perspektiven habe sich aber nichts geändert.“ Allerdings, so der Aktienexperte weiter, sollten Investments nicht ins Blaue hinein erfolgen, sondern der veränderten Stimmung Rechnung tragen. Und wie kann das aussehen? „Der Fokus sollte auf Europa, insbesondere auf Deutschland liegen“, betont Stocker. Im Gegensatz zu US-Titeln seien die Bewertungen hierzulande noch nicht zu sehr abgehoben. Außerdem komme der Wirtschaftsaufschwung in der Eurozone gerade erst in Fahrt, während der Konjunkturzyklus in den USA bereits weit vorangeschritten sei.

Dividende als Stabilisator

In einem angespannten Umfeld kann es sinnvoll sein, den Fokus auf dividendenstarke Titel zu richten, zumal nach den jüngsten Börsenrückschlägen die Dividendenrenditen gestiegen sind. Wie zahlreiche Untersuchungen zeigen, kann die Dividende dem Depot zu mehr Stabilität verhelfen, gerade auch in Jahren mit schwächerer Kursentwicklung. Die Dividende wirkt wie ein Kompensator. Wie sehr, veranschaulicht dieses Beispiel: Der DAX® wird sowohl als Performance-Index (mit Einrechnung der Dividenden) als auch Kursindex (ohne Berücksichtigung der Dividenden) berechnet. Beide Indizes starteten am 1. Januar 1988 bei 1.000 Punkten. Nimmt man die aktuellen Indexstände, haben die Dividenden zu rund 54 Prozent der positiven Wertentwicklung des DAX® (Performance) Index beigetragen (Stand: 2. März 2018).

Spannende Fakten

Die Experten vom Finanzportal „dividendenadel.de“ haben in ihrer „Dividendenstudie 2017“ einige weitere interessante Fakten zum Thema Dividende zusammengetragen. Unter anderem haben sie berechnet, dass sich der Wert eines jährlich gleichgewichteten Portfolios mit allen Firmen aus dem HDAX® (= DAX® + MDAX® + TecDAX®) die im jeweiligen Vorjahr Dividende gezahlt haben, sich im Zeitraum von 2004 bis 2017 mehr als verfünffacht hat (Ausschüttungen wurden reinvestiert). Ein Vergleichsportfolio mit den Nichtzahlern aus dem HDAX® wäre im gleichen Zeitraum lediglich auf ein Plus von 130 Prozent gekommen.

Nahende Dividendensaison

In Kürze startet in Deutschland die heiße Phase der Dividendensaison. Schätzungen gehen davon aus, dass es auch in diesem Jahr neue Ausschüttungsrekorde hageln wird. Für den DAX® liegt die Prognose bei einer Ausschüttungssumme von 35,3 Milliarden Euro (Quelle: www.handelsblatt.de vom 8. Februar 2018). Sollte sich das bewahrheiten, wäre das gegenüber dem bisherigen Rekordjahr 2016 ein Plus von beachtlichen 11,7 Prozent. Auch für den MDAX® und TecDAX® werden neue Bestmarken erwartet. Daraus ergeben sich mitunter überaus attraktive Dividendenrenditen. Beispiel Münchener Rück. Der weltgrößte Rückversicherer hat bereits angekündigt, die Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr bei 8,60 Euro stabil zu halten, obwohl ungewöhnlich hohe Schadenszahlungen aus Naturkatastrophen (Hurrikans) der Gesellschaft schwer zugesetzt haben. Auf Basis des aktuellen Kurses notiert der Titel mit einer Dividendenrendite von 4,8 Prozent (Stand: 2. März 2018).

Worauf Anleger achten sollten

Die Münchener Rück steht stellvertretend für jene Unternehmen, denen eine aktionärsfreundliche Dividendenpolitik besonders am Herzen liegt. So hat der Rückversicherungskonzern in den vergangenen 25 Jahren niemals die Dividende gekürzt. Das ist ein wichtiger Punkt, auf den Anleger achten sollten. Denn eine überdurchschnittliche Dividendenrendite mag zwar auf den ersten Blick reizvoll erscheinen, doch Dividenden sind keine starre Größe. Schon öfters hat sich ein Dividendenstar von heute als Nichtzahler von morgen entpuppt. Umso wichtiger ist es, die Attraktivität eines Unternehmens nicht nur an der Höhe der Dividendenrendite zu messen, sondern auch zu überprüfen, ob die Gesellschaft über eine zuverlässige Dividendenpolitik verfügt beziehungsweise eine stabile Dividendenhistorie aufweist.

Dividenden-TÜV

Wir haben deutsche Aktien auf Basis der beiden Kriterien Dividendenrendite und Dividendenkontinuität einem Check unterzogen. Das Ergebnis finden Sie in dem folgenden Diagramm . Darin enthalten sind ausgewählte Werte, die aktuell eine Dividendenrendite von mehr als 1,5 Prozent aufweisen und die zugleich über eine überdurchschnittlich stabile Dividendenhistorie verfügen. Kriterium hierfür war, dass sich die Dividende mindestens sechs Jahre in Folge erhöht hat oder stabil geblieben ist – niemals aber reduziert oder gestrichen wurde.

Schlaue Anlagelösungen

Wie die Vergangenheit gezeigt hat, ist selbst der beste Dividendenstar nicht gefeit vor Rückschlägen. Diese aufzufangen beziehungsweise „unschädlich“ zu machen, ist heutzutage keine Zauberei mehr. Moderne Investmentlösungen bieten attraktive Renditechancen bei – und darauf kommt es gerade jetzt an – reduziertem Risiko. Beispiel: Aktienanleihen. Sie bieten die Chance auf eine vorab bekannte Zinszahlung, egal wohin der zugrunde liegende Basiswert (also die Aktie) marschiert. Das Beste: Die Zinszahlung ist für gewöhnlich an keine Bedingung geknüpft. Aber nicht nur Aktienanleihen bietet einen gewissen Teilschutz vor Kursverlusten, auch Discount- oder Bonus-Zertifikate können sich für das Depot als außerordentlich hilfreich erweisen. Warum? Weil sie die Chance bieten, selbst bei Kursverlusten noch eine positive Ertragsbilanz ziehen zu können. In der Tabelle unten finden Sie eine Auswahl dieser schlauen Anlagelösungen.

Im Einklang mit der Konjunktur

In unruhigen Börsenzeiten lassen sich Kursrisiken im Aktiendepot auch dadurch reduzieren, dass in ungünstigen Zeiten in „defensive“ Werte investiert wird und in Boomphasen in „Zykliker“. Genau auf diesem Prinzip funktioniert der UniCredit European Sector Rotation Strategy Index. Er hat seit seinem Start im Februar 2016 bereits rund 27 Prozent hinzugewonnen. Und damit besser abgeschnitten als die meisten Vergleichsindizes wie zum Beispiel der EURO STOXX 50® (Stand: 2. März 2018, siehe folgendes Chart).

HVB Open End Index Zertifikat
Basiswert UniCredit European Sector RotationStrategy Index
ISIN/WKN DE000HVB12Y9 / HVB12Y*
Rückzahlungstermin Open End*
Währung EUR
Strukturierungsgebühr 1,35 % p. a.
Briefkurs (Verkaufspreis) EUR 1.248,56
* Der Emittent, die UniCredit Bank AG, ist berechtigt, das Zertifikat ordentlich zu kündigen und zum jeweiligen Rück­zahlungsbetrag zurückzuzahlen.
Die aktuellen Produktdetails sind auf der Internetseite www.onemarkets.de veröffentlicht. Das Produkt ist eine Schuldverschreibung der UniCredit Bank AG. Bei deren Insolvenz, also Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung, drohen hohe Verluste bis hin zum Totalverlust. Information zur Funktionsweise des Produkts ; Stand: 02.03.2018

Intelligente Strategie

Der UniCredit European Sector Rotation Strategy Index gewährleistet, dass Anleger stets in den attraktivsten Sektoren positioniert sind. Der Prozess ist ebenso einfach wie effektiv: In einer Vorauswahl wurden jene zehn Sektoren aus dem Anlageuniversum des STOXX® Europe 600 ausgewählt, welche die stärkste Konjunktursensitivität aufweisen. In einem zweiten Schritt sind zwei Branchenkörbe zusammengestellt worden, die sich in ihrer Ausrichtung nach „stark zyklisch“ sowie „defensiv“ unterscheiden. Befindet sich der Markt in einer Aufschwungphase, ist der zyklische Sektorkorb die richtige Wahl, in Abschwungphasen ist dagegen der defensive Sek­torkorb gefragt. Als Indikator für die konjunkturelle Verfassung dienen die ifo Geschäftserwartungen. Identifiziert wird ein Aufwärtstrend, wenn die Geschäftserwartungen mindestens dreimal in Folge um zwei oder mehr Indexpunkte steigen. Um einen Abwärtstrend zu erkennen, verhält es sich genau umgekehrt.

Trendkomponente inklusive

Das Kriterium „Konjunkturzyklus“ stellt allerdings nur 50 Prozent der Indexzusammensetzung (Indexallokation) dar. Bei den anderen 50 Prozent handelt es sich um das „positive Feedbacksignal“. Was steckt hinter dieser Zweiteilung? „Um möglichst optimale Ergebnisse zu erzielen“, erklärt Aktienstratege Christian Stocker, „soll die Strategie nicht nur flexibel auf Signale seitens der Konjunktur reagieren, sondern darüber hinaus auch die Entwicklung an den Aktienmärkten mit einbeziehen.“ Dazu werde jeden Monat die durchschnittliche Wertentwicklung des zyklischen Korbs, des defensiven Korbs und des STOXX® Europe 600 Index festgestellt und diese miteinander verglichen. Die Komponente mit der besten durchschnittlichen Wertentwicklung in den vorangegangenen drei Monaten, so Stocker weiter, stelle die Teilallokation „Positives Feedbacksignal“ dar.

Und so funktioniert es

Angenommen, die Wirtschaft befindet sich in einer Aufschwungphase. Dann würde die Teilallokation „Konjunkturzyklus“, also 50 Prozent des Index, an der Wertentwicklung des zyklischen Korbes teilnehmen. Weist der zyklische Korb darüber hinaus auch noch eine bessere durchschnittliche Kursentwicklung auf als der defensive Korb und der Vergleichsindex STOXX® Europe 600, dann wäre auch die Teilallokation „Positives Feedbacksignal“ in den zyklischen Korb investiert. In diesem Fall wäre der Index also zu 100 Prozent zyklisch ausgerichtet. Angenommen, nicht der zyklische Korb, sondern der defensive Branchenkorb weist die beste durchschnittliche 3-Monats-Performance auf: Dann würde der Index zu 50 Prozent an der Wertentwicklung des zyklischen Korbes (Teilallokation „Konjunkturzyklus“) und zu 50 Prozent an der Wertentwicklung des defensiven Korbes (Teilallokation „Positives Feedbacksignal“) teilnehmen. Zur einer Umschichtung kam es jüngst im Februar 2018, da die ifo Geschäftserwartungen drei Mal in Folge um insgesamt mehr als zwei Indexpunkte gefallen sind (siehe Diagramm links).

Risikohinweis: Die in diesem Text erwähnten Anlageprodukte sind Schuldverschreibungen der UniCredit Bank AG. Im Falle einer Insolvenz, das heißt Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit, kann es zu Verlusten bis hin zum Totalverlust kommen.

Anlageprodukte von HypoVereinsbank onemarkets auf deutsche Dividendentitel
Basiswert Produkttyp ISIN (Letzter) Rückzahlungstermin Ausstattungsmerkmale
Allianz SE HVB Express Aktienanleihe Protect DE000HVB2F48* 20.04.2023 Barriere: 60 % **, Zinssatz: 3.10 % p. a. ***
Axel Springer SE HVB Discount Zertifikat DE000HW3HDL4 04.01.2019 Discount: 13,1 %, Cap ****: 65,–
Fuchs Petrolub SE (VZ) HVB Bonus Cap Zertifikat DE000HX063P1 28.06.2019 Barriere: EUR 35,–, Bonuslevel (= Cap****): EUR 80,–
Münchener Rück AG HVB Aktienanleihe DE000HX0A0J2 22.03.2019 Basispreis: EUR 175,–, Zinssatz: 7,80 % p. a.***
Siemens AG HVB Express Aktienanleihe Protect DE000HX0H943* 26.03.2021 Barriere: 70 %**, Zinssatz: 3,90 % p. a.***
* Produkt in Zeichnung
** vom Referenzpreis (Schlusskurs) am anfänglichen Bewertungstag
*** bezogen auf den Nennbetrag
**** obere Kursgrenze
Die Produktdetails sind auf der Internetseite www.onemarkets.de veröffentlicht; Information zur Funktionsweise des Produkts
Stand: 02.03.2018; Quelle: HypoVereinsbank onemarkets

Bildnachweise:

  • IStock: Jarp

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Für Produktinformationen sind allein maßgeblich der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen. Alle Produktunterlagen und Informationen unter: www.onemarkets.de.

Funktionsweisen der HVB Produkte .

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