Marktausblick Schwellenländer (Ein Gastbeitrag von Ulf Blaurock)
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Grundsätzlich lässt sich feststellen, dass die Gesamtinflation weltweit gesunken ist. Die zentralen Probleme wie Lieferkettenengpässe, hohe Transport- und Energiekosten sowie Rohstoffknappheit scheinen größtenteils gelöst zu sein. Infolgedessen sind die Inflationsraten auch in den Schwellenländern Lateinamerikas und der EMEA-Region stark zurückgegangen. Zudem ist die Inflation in Asien weiterhin relativ gemäßigt. Vor diesem Hintergrund konnten die Zentralbanken vieler Schwellenländer eine Pause einlegen oder haben bereits den Zins­senkungszyklus eingeläutet.


Für dieses Jahr wurde zunächst erwartet, dass die Wiederöffnung Chinas 2022 sowie ein schwächerer US-Dollar die Wertentwicklung der Schwellenländer insgesamt, aber vor allem Aktien in Asien stark unterstützen würden. Während der US-Dollar real noch schneller als erwartet von jahrzehntelangen Höchstständen zurückfiel, enttäuschte der erwartete Rückenwind für die Schwellenländer jedoch – insbesondere blieb die Erholung des chinesischen Konsums hinter den Erwartungen zurück. Auch erholt sich das Verbrauchervertrauen nur langsam. Die chinesische Regierung hatte daraufhin im August weitere Maßnahmen ergriffen, um die Inlandsnachfrage anzukurbeln.

Während Chinas politisches Pendel stärker auf Wachstum und Wirtschaft ausgerichtet ist, ist ein Push durch ein großes Konjunkturprogramm nicht zu erwarten. Die chinesischen Aktienbewertungen scheinen aufgrund der geopolitischen Unsicherheit beeinträchtigt zu sein, befinden sich jedoch auf einem historisch attraktiven Niveau und dürften steigen, sobald die Unternehmensgewinne positiv überraschen.

Im Gegensatz zu China haben Lateinamerika, Osteuropa und das technologielastige Nordasien deutlich bessere Renditen erzielt. Obwohl das Risiko einer Rezession in den USA und einer schwächeren globalen Nachfrage weiterhin vorhanden ist, scheinen Unternehmen aus Schwellenländern und des aufstrebenden Asiens für die großen Trends des nächsten Jahrzehnts gut aufgestellt zu sein. Diese sollten sich in Investitionen in Grundstoffe und Industriegüter zur Unterstützung der CO2-Umstellung sowie Hochleistungsrechnern, die durch die Einführung von KI benötigt werden, manifestieren.

Nachdem sich die Schwellenländeraktien zuletzt volatiler gezeigt haben, gibt es nun gute Gründe, optimistischer zu sein: Die sinkende globale Inflation gibt den Zentralbanken der Schwellenländer Spielraum für aggressivere Zinssenkungen, der US-Dollar ist bereits um 20 Prozent gefallen und die chinesische Wirtschaft wächst – auch wenn die Erholung sich noch verzögert und länger dauert als ursprünglich gehofft. Die Aktienbewertungen bewegen sich in etwa im langfristigen Durchschnitt, allerdings zeigen die Gewinne in den Schwellenländern ein gewisses Aufwärtspotenzial.

Ulf Blaurock, Executive Director, ist Senior Client Advisor im Bankenteam von J.P. Morgan Asset Management in Frankfurt. In seinem Gastbeitrag analysiert er die aktuelle Lage in den Schwellenländern, insbesondere in China, und wagt einen Ausblick auf die wirtschaftliche Entwicklung und die Aktienmärkte der aufstrebenden Regionen.

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Bildnachweis: iStockPhoto: AsiaVision

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