Kommentar: Aktienmarkt – Warum Angst vor Aktien?
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Christian Stocker, Aktienstratege bei der UniCredit erklärt, warum sich solide Aktien auch in schwierigen Zeiten auszahlen können.


Es gibt gute Argumente für die Negativzins-Politik der EZB und zweifellos wird die Konjunktur durch die niedrigen bzw. negativen Kapitalmarktzinsen unterstützt. Andererseits wird aufgrund des vielfach negativen Zinsniveaus der Unmut unter Sparern immer größer, zumal die Zinsen auch auf Sicht der kommenden Jahre weiter sehr niedrig bleiben dürften. Die Geldpolitik ist jedoch kein Wunschkonzert. Anleger haben also nur die Wahl, sich mit der misslichen Lage abzufinden – oder aber ihre Anlagen anzupassen.

Aktien profitieren von der Geldpolitik, weil das niedrige Zinsniveau sowohl die Konjunktur (und damit die Gewinnentwicklung der Unternehmen) als auch die Aktienmarktbewertung positiv unterstützt. Woher kommt die vielfach vorhandene Zurückhaltung gegenüber Aktien­investments auch als Sparform? Ich meine hier nicht spekulative Investments, die oftmals mit Aktien in Verbindung gebracht werden. Ich meine echte Investments in Sachwerte zum Vermögensaufbau. Ein breit gestreutes Aktienportfolio erbrachte im DAX® bei einer Einmalanlage und einem 20-jährigen Anlagehorizont beispielsweise im Mittel 8,9 Prozent Rendite pro Jahr. Dabei lag im ungünstigsten Fall die Wertentwicklung aus Kursgewinnen und Dividenden bei jährlich 3,8 Prozent und im besten Fall bei 15,2 Prozent. Das ergibt der Blick auf das Rendite-Dreieck des Deutschen Aktieninstituts (www.dai.de).

Gerade dieses Jahr hat gezeigt, dass solide Unternehmen auch in einem belasteten wirtschaftlichen Umfeld für Investoren sehr gute Renditen erzielen können. Und wenn doch einmal eine echte Krise kommt, haben Anleger mit Aktien echte Substanz im Depot. Sie sind in stabile Sachwerte investiert, nämlich in produktive Unternehmen – damit kann man auch eine längere Krise aussitzen. Mit Blick auf das kommende Jahr 2020 erwarten wir zwar nur eine moderat positive Aktienmarktperformance im Bereich um fünf Prozent, verbunden mit größeren Schwankungen insbesondere im ersten Halbjahr. Aber gerade diese Schwankungen lassen sich gut für den Aufbau neuer Investments nutzen, beispielsweise durch ratierliche Anlagen in Aktien.

Kommentar von Christian Stocker:

Bildnachweis:

  • UniCredit Bank AG

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