Jenoptik AG – Indikatoren sind bearish. Prallt die Aktie jetzt an der 200-Tage-Linie nach unten ab?
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Das deutsche Unternehmen Jenoptik AG hat vor längerer Zeit schon die 200-Tage-Linie unterschritten. Alle Wochen-Indikatoren zeigen nach unten, obwohl die Aktie jetzt wieder bis zu diesem gleitenden Durchschnitt ansteigt. Das könnte eine Chance auf der Short-Seite eröffnen.

Die Jenoptik AG ist ein integrierter Optoelektronik-Konzern. Die Optoelektronik ist ein Bereich, der sich aus der Kombination von Optik und Halbleiterelektronik ergibt. Sie umfasst alle Produkte und Verfahren, die die Umwandlung von elektronisch erzeugten Daten und Energien in Lichtemission ermöglichen und umgekehrt.
Ohne dass wir es wissen, ist die Optoelektronik ein fester Bestandteil unseres täglichen Lebens. Fast alle Geräte, mit denen wir es zu tun haben, haben Komponenten wie Laser, Bildschirme, Rechner, optische Speicher. All das gehört zum Oberbegriff Optoelektronik dazu.
Jenoptik hat weltweit Kunden. Zu diesen gehören aufgrund der Branche natürlich vor allem Unternehmen der Halbleiter- und Halbleiterausrüstungsindustrie, der Automobil- und Automobilzulieferindustrie, der Medizintechnik, der Sicherheits- und Wehrtechnik sowie der Luft- und Raumfahrtindustrie.
Die Jenoptik AG ist in fünf Sparten aufgeteilt: Optische Systeme, Laser und Materialbearbeitung, Industrielle Messtechnik, Verkehrssicherheit sowie Verteidigung und zivile Systeme. Zu den Produkten aus den Gebieten der Laser- und optischen Technologie kommen Komponenten und Systeme für die Verkehrssicherheitstechnik wie Geschwindigkeits-, Ampel- und Mautüberwachungsanlagen sowie für die Fahrzeug- und Flugzeugausrüstung, darunter Antriebs- und Stabilisierungstechnik, optoelektronische Instrumente und Systeme sowie Software, Mess- und Regeltechnik für die Sicherheits- und Raumfahrtindustrie.
Ende März präsentierte das Unternehmen die endgültigen Geschäftszahlen für das Jahr 2023, sowie den Ausblick auf 2024. Diese überzeugten ganz und gar nicht. Jenoptik prognostiziere ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich im Einklang mit den hauseigenen Schätzungen und dem Konsens von jeweils 5 Prozent. Überrascht wurden die Anleger dagegen von dem höher als erwarteten Abschreibungen, die zu einem schwächeren Gewinn führten.
Die Aktie legte daraufhin eine Trendwende nach unten hin, genau als die Aktie bereit war für einen Ausbruch über einen wichtigen Abwärtstrend. In Abbildung 1 ist das die rote leicht fallende Linie im dargestellten Wochenchart ab Mai 2019.
Infolge dieser Korrektur wurde innerhalb von zwei Wochen auch die lila 200-Tage-Linie unterschritten. Mittlerweile ist diese Durchschnittslinie schon für mehrere Wochen unterschritten, was oftmals auf weitere Kursverluste hinweist.

Abbildung 1 – Jenoptik AG im Wochenchart: 1 Kerze = 1 Woche (log. Kerzenchartdarstellung)

Betrachtungszeitraum 03.05.2019 bis 30.04.2024. Historische Betrachtungen stellen keine verlässlichen Hinweise für zukünftige Entwicklungen dar. Quelle: TAI-PAN

Alles in allem sieht die Charttechnik nicht sehr positiv aus. Obwohl momentan der Wert eine Gegenbewegung nach oben im Chart aufweist, wird eine Trendfortsetzung nach unten auch von den unterhalb des Kursverlaufs zu sehenden vier Indikatoren unterstützt, die unter Charttechnikern sehr beliebt sind. Jeder dieser vier Indikatoren steht zurzeit auf Verkauf und verweist nach unten – angezeigt durch die vier roten Pfeile.
Bei den oberen beiden Indikatoren handelt es sich zum einen um den Relative-Stärke-Index (RSI) nach Wilder und zum anderen um den Slow-Stochastic-Oszillator. Im unteren Bereich des Subcharts sehen Sie den MACD-Indikator berechnet, während der 20-Tage-Momentum-Indikator in der untersten Zeile angesiedelt ist.
Sämtliche dieser Indikatoren haben gemeinsam mit der unlängst gesehenen Abwärtsbewegung in dieser Aktie ebenfalls nach unten gedreht und auf Verkauf geschaltet. Das Aufwärtspotenzial in der Jenoptik-Aktie scheint mit der Annäherung an die 200-Tage-Linie mittlerweile ausgereizt.
Damit könnte sich eine Spekulation auf der Short-Seite lohnen. Die Position sollte so lange offenbleiben, wie sich die Aktie unter der 200-Tage-Linie aufhält.
Wer dagegen mit einer Long-Position liebäugelt, sollte diese erst eröffnen, wenn die Aktie bis Ende Mai diesen gleitenden Durchschnitt überschreitet. Hierfür muss die Aktie auf über 26,50 Euro steigen. Das wäre allerdings eine Position entgegen dem gültigen Abwärtstrend.

Turbo-Bear-Optionsschein auf Jenoptik für eine Spekulation auf einen Kursrutsch der Aktie

Basiswert WKN Briefkurs/EUR Basispreis Knockout Hebel
Jenoptik AG HD49T7 4,91 29,995871  29,995871  5,12
Quelle: HypoVereinsbank onemarkets; Stand: 02.05.2024; 10:55 Uhr

Turbo-Bull-Optionsschein auf Jenoptik für eine Spekulation auf einen Anstieg der Aktie

Basiswert WKN Briefkurs/EUR Basispreis
Knock-out
Hebel
Jenoptik AG HD08J9 8,15

17,183508  17,183508  -3,15
Quelle: HypoVereinsbank onemarkets; Stand: 02.05.2024; 10:55 Uhr

 Weitere Produkte auf die Jenoptik AG finden Sie unter: www.onemarkets.de

Bitte beachten Sie die wichtigen Hinweise und den Haftungsausschluss.

Diese Informationen stellen keine Anlageberatung, sondern eine Werbung dar. Das öffentliche Angebot erfolgt ausschließlich auf Grundlage eines Wertpapierprospekts, der von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ("BaFin") gebilligt wurde. Die Billigung des Prospekts ist nicht als Empfehlung zu verstehen, diese Wertpapiere der UniCredit Bank GmbH zu erwerben. Allein maßgeblich sind der Prospekt einschließlich etwaiger Nachträge und die Endgültigen Bedingungen. Es wird empfohlen, diese Dokumente vor jeder Anlageentscheidung aufmerksam zu lesen, um die potenziellen Risiken und Chancen bei der Entscheidung für eine Anlage vollends zu verstehen. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.

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