Jahr der Entscheidung: Ihre Route für 2018
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onemarkets MagazinDas kommende Börsenjahr verspricht Spannung pur. Es stehen zahlreiche wichtige Entscheidungen an, etwa was den weiteren Kurs der Europäischen Zentralbank (EZB) betrifft. Wir sagen Ihnen, worin die Chancen und Risiken liegen. So viel schon vorweg: Weitere Kursgewinne sind möglich. Mit Anlageprodukten von HVB onemarkets können Sie mit optimiertem Chance-Risiko-Profil in europäische Aktien investieren.

Nur noch wenige Handelstage trennen den DAX® von einem neuen Rekord. Denn sollte das deutsche Börsenbarometer 2017 mit einer positiven Jahresbilanz beenden – und danach sieht es derzeit aus –, wäre das bereits der sechste Jahr-zu-Jahr-Zuwachs in Folge. Dieses Kunststück gelang dem deutschen Leitindex noch nie in seiner fast 30-jährigen Geschichte. Doch mittlerweile hat sich unter den Börsianern eine gewisse Verunsicherung breitgemacht. Die Kurse könnten an einem Scheideweg angekommen sein, so die Befürchtung. Und tatsächlich stehen im kommenden Jahr einige wichtige Entscheidungen an, die an den Aktienmärkten nicht spurlos vorübergehen dürften.

Geldpolitik im Fokus

Noch mehr als in den vergangenen Jahren dürfte die Geldpolitik der Notenbanken die Märkte in Atem halten. Sowohl die Federal Reserve (Fed) in den USA als auch die Europäische Zentralbank (EZB) befinden sich mittlerweile auf einem Normalisierungskurs. Die Fed hat bereits im Dezember 2015 die Nullzinspolitik für beendet erklärt. Seither wurden die Leitzinsen viermal um jeweils 0,25 Basispunkte erhöht. Doch in Kürze kommt es im wichtigsten Amt der Welt, wie Börsianer gelegentlich den Fed-Vorsitz nennen, zu einem Wechsel. Im Februar 2018 räumt die bisherige Vorsitzende Janet Yellen ihren Posten. Als Nachfolger hat US-Präsident Donald Trump den 64-jährigen Jerome Powell bestimmt.

Chefwechsel bei der Fed

Die Tatsache, dass mit Powell ein Jurist und kein Ökonom die Position bekleiden wird, kam nicht überall gut an. Doch ein unbeschriebenes Blatt ist Powell nun auch nicht. Er sitzt bereits seit 2012 im Direktorium der US-Notenbank und hat in dieser Zeit so gut wie alle Entscheidungen von Yellen mitgetragen. „Wir gehen davon aus, dass Powell den Kurs der Fed bei­behalten wird“, meint Philip Gisdakis, Co- Head of Strategy Research bei UniCredit. Er erwartet, dass die Fed auch unter dem neuen Mann die Politik des kontrollierten Bilanzabbaus sowie der moderaten Leitzinserhöhungen fortsetzen wird.

Was macht die EZB?

Von Zinserhöhungen beziehungsweise einem Ende der Nullzinspolitik ist die EZB noch weit entfernt. Aber immerhin hat EZB-Chef Mario Draghi mittlerweile ein Tapering, also eine Reduzierung der Wertpapierankäufe, eingeleitet. Der jüngste Beschluss sieht vor, das monatliche Ankaufvolumen ab kommendem Januar auf 30 Milliarden Euro zu halbieren. Bis September 2018 ist das Programm zunächst terminiert. Was dann geschieht, darüber wird an den Märkten derzeit spekuliert. In einem Szenario erleidet die Konjunktur in der Eurozone einen Rückfall mit der Folge, dass das Kaufprogramm wieder hochgefahren wird. In einem anderen Planspiel zieht die Inflation deutlich auf bis zu zwei Prozent an und erreicht damit die Zielvorgabe der EZB. In diesem Fall könnte das Wertpapierkaufprogramm (Quantitative Easing, kurz QE) vorzeitig gestoppt und die Märkte auf eine baldige Leitzinserhöhung vorbereitet werden.

Behutsames Vorgehen gefragt

Im dritten und wahrscheinlichsten Szenario reduziert Mario Draghi das Ankauf­volumen ab September 2018 zunächst weiter und lässt das QE-Programm dann ganz auslaufen. Auch UniCredit-Finanzexperte Gisdakis erachtet diese Vorgehensweise momentan als das plausibelste Szenario. Der nächste Schritt wäre dann eine stufenweise Anhebung der Einlagenfazilität von derzeit minus 0,4 auf null Prozent. Die Einlagenfazilität ist der Zinssatz, den Banken erhalten beziehungsweise zahlen müssen, wenn sie bis zum nächsten Geschäftstag Geld bei der Zentralbank anlegen.

Eine Leitzinserhöhung und damit das Ende der Nullzinspolitik dürfte nach Einschätzung von Gisdakis frühestens im zweiten Halbjahr 2019 anstehen. In diesem Szenario wären vermutlich keine größeren Turbulenzen für die europäischen Aktienmärkte zu erwarten. Sollte die EZB bei der Normalisierung der Geldpolitik allerdings ein schnelleres Tempo einlegen, könnte das die Märkte zwischenzeitlich erheblich unter Druck setzen.

Comeback der Eurozone

Neben der Geldpolitik kommt der Konjunkturentwicklung eine maßgebliche Rolle für die Perspektiven an den Aktienmärkten zu. Momentan ist in der Eurozone ein breiter und robuster Aufschwung zu beobachten. Für das laufende Jahr geht die Reuters-Konsensschätzung von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von rund 2,1 Prozent aus. So dynamisch wäre die Wirtschaft in der Eurozone seit Jahren nicht mehr gewachsen. Nimmt man wichtige Früh- und Stimmungsindikatoren wie den Markit-Einkaufsmanager-Index oder den von der Europäischen Kommission veröffentlichten Geschäftsklimaindex, stehen die Ampeln weiter auf Grün.

Auch Philip Gisdakis ist optimistisch: „Wir gehen für das kommende Jahr in der Eurozone von einem Wirtschaftswachstum von 2,3 Prozent aus.“ Als Grund nennt er unter anderem die anziehende Weltwirtschaft. Positive Impulse für die Konjunktur könnten seiner Ansicht nach auch von der rückläufigen Arbeitslosigkeit ausgehen, weil dadurch der Konsum der privaten Haushalte gestärkt würde. Zuletzt lag die Arbeitslosenquote in der Eurozone bei 8,9 Prozent (Oktober 2017) und damit deutlich unter dem Rekordhoch von 12 Prozent im Jahr 2013.

Risiken im Blick behalten

Momentan spricht also nichts gegen eine Fortsetzung des europäischen Wirt­schafts­aufschwungs. Gleichwohl gibt es diverse Risikofaktoren. Dazu gehört unter anderem der spanisch-katalanische Unabhängigkeitskonflikt. Spanien hat sich in den vergangenen Jahren vom Problemfall zum Wachstumstreiber innerhalb des Euroraums entwickelt. Dies könnte sich durch eine Abspaltung Kataloniens ändern. Immerhin steht die Region für fast ein Fünftel der spanischen Wirtschaftsleistung. Nun wartet ganz Europa mit Hochspannung auf den 21. Dezember 2017. Dann wird in Katalonien auf Geheiß Madrids ein neues Parlament gewählt. Aktuellen Umfragen zufolge wird es auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Separatisten und Unabhängigkeitsgegnern hinauslaufen.

Richtungsentscheidungen

Vor einer Schicksalswahl steht auch Italien. Dort entscheiden die Bürger im März über das Parlament und derzeit sieht es danach aus, dass das Lager der europakritischen Parteien wie Forza Italia oder Lega Nord deutliche Stimmengewinne erzielen kann. Frankreich hat dagegen schon gewählt. Offen ist dagegen noch, ob der neue französische Staatspräsident Emmanuel Macron alle seine Reformvorhaben durchsetzen kann (mehr dazu auf den Seiten 22 bis 25). Auch das Risiko eines harten Brexit ist gestiegen. Alle diese Punkte sowie eine Verschärfung geopolitischer Konflike (Stichwort Nordkorea) könnten die Aktienmärkte in den kommenden Monaten in Atem halten und für Bewegung bei den Kursen sorgen.

Aktien: schon zu teuer?

Aufgrund der vielen Fragezeichen rechnen skeptische Analysten mit nur kleinen oder gar keinen Zugewinnen. Als Argument werden auch die fortgeschrittenen Bewertungen angeführt. Tatsächlich liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von Indizes wie dem DAX®, EURO STOXX 50® oder S&P 500® zum Teil bereits deutlich über dem langjährigen Durchschnitt (siehe Grafik auf der rechten Seite).

Positive Prognosen überwiegen

Solche negativen Meinungen sind allerdings eher der Einzelfall. Die Mehrheit der Aktien­strategen sieht durchaus größeren Spielraum nach oben, insbesondere bei deutschen und europäischen Titeln. Auch Uni­Credit-Experte Gisdakis ist zuversichtlich. Er verweist auf die dynamische Konjunkturentwicklung in der Eurozone. Dieser Punkt würde auch die hohen Bewertungen relativieren, weil von deutlich steigenden Unternehmens­gewinnen auszugehen sei. Tatsächlich entwickelten sich die Profite von Firmen aus dem Euroraum zuletzt äußerst dynamisch. Auf fast zwölf Prozent belief sich deren durchschnitt­liches Gewinnwachstum im dritten Quartal 2017 (Quelle: UniCredit Research, 13. November 2017). Das ist ein ausgezeichneter Wert, der für 2018 Gutes hoffen lässt. Angesichts des positiven Momentums hält es Gisdakis für möglich, dass sowohl der DAX® als auch der EURO STOXX 50® bis Ende des kommenden Jahres vom aktuellen Niveau ausgehend um bis zu zehn Prozent zulegen könnten (Stand: 27. November 2017; Hinweis: Prognosen oder historische Betrachtungen stellen keinen verlässlichen Indikator für zukünftige Entwicklungen dar.).

Mit der Konjunktur gehen

Vom Konjunkturaufschwung dürften insbesondere zyklische Branchen wie Industriegüter, Handel, Nahrungsmittel oder Automobil profitieren. Eine interessante Möglichkeit, um im Takt der Wirtschaft zu investieren, stellt das HVB Open End Index Zertifikat auf den UniCredit European Sector Rotation Strategy Index dar. Die Strategie unterscheidet zwischen zyklischen und defensiven Branchen. Ist die Konjunktur im Aufschwung, werden 50 Prozent des Portfolios in zyklischen Branchen investiert. In Abschwungphasen gehen dagegen die defensiven Sektoren zu 50 Prozent in das Portfolio ein. Über die anderen 50 Prozent bestimmt das sogenannte „positive Feedbacksig­nal“. Dazu wird jeden Monat die durchschnittliche Wert­entwicklung des zyklischen Korbs, des defensiven Korbs und des STOXX® 600 Europe Index festgestellt und diese dann miteinander verglichen. Investiert wird in die Komponente mit der besten durchschnittlichen Wertentwicklung. Bislang hat die UniCredit-European-Sector-Rotation-Strategie ausgesprochen gut funk­tioniert. Seit Auflage des Zertifikats im Februar 2016 hat der zugrunde liegende Index bereits rund 30 Prozent hinzugewonnen (Stand: 27. November 2017, Prognosen oder historische Betrachtungen stellen keinen verlässlichen Indikator für zukünftige Entwicklungen dar.).

HVB Open End Indexzertifikat
Basiswert UniCredit European Sector Rotation Strategy Index
ISIN/WKN DE000HVB12Y9/HVB12Y*
Laufzeit Open End*
Währung EUR
Strukturierungsgebühr 1,35% p.a.
Briefkurs (Verkaufspreis) EUR 1.307,66
* Der Emittent, die UniCredit Bank AG, ist berechtigt, das Zertifikat ordentlich zu kündigen und zum jeweiligen Rückzahlungsbetrag zurückzuzahlen
Information zur Funktionsweise des Produkts ; Stand: 27.11.2017
>> Weitere Informationen zum Produkt unter onemarkets.de/HVB12Y

 

Rendite optimieren

Eine ebenfalls lohnenswerte Investitionsmöglichkeit können Renditeoptimierungsprodukte auf ausgewählte europäische Aktien darstellen. Dazu zählen Produkte wie Discount- und Bonus-Zertifikate, Aktienanleihen sowie Express-Papiere. Zum einen bieten sie dem Anleger am Laufzeitende in der Regel einen gewissen Schutz vor Kursverlusten (bedingter Teilschutz). Zum anderen sind sie mit interessanten Ertragschancen ausgestattet. Eine kleine Auswahl aus unserem Angebot finden Sie in der nachfolgenden Tabelle.

Zu beachten ist, dass es sich bei den genannten Produkten um Schuldverschreibungen des Emittenten handelt. Im Falle einer Insolvenz des Emittenten, das heißt Überschuldung oder Zahlungsun­fähigkeit, kann es zu Verlusten bis hin zum Totalverlust kommen.

HVB Produkte auf ausgewählte Aktien aus dem Euroraum
Basiswert Produkttyp ISIN (Letzter) Rückzahlungstermin Ausstattungsmerkmale
Allianz SE HVB Aktienanleihe DE000HW8T1M7* 27.06.2019 Zinssatz: 4,00 % p. a.**, Basispreis: 90 %***
Enel S.p.A. HVB Bonus Cap Zertifikat DE000HW86A28 28.06.2019 Barriere: EUR 3,50, Cap****: EUR 12,50, Bonuslevel: EUR 12,50
Sano S.A. HVB Discount Zertfikat DE000HU8DMU6 21.06.2018 Discount: 9,8 %, Cap****: EUR 72,50
Telefónica S.A. HVB Express Plus Zertfikat DE000HVB24N7* 28.12.2021 Barriere: 60 %***, max. Rückzahlungsbetrag: EUR 1.236,–*****
* Produkt in Zeichnung
** bezogen auf den Nennbetrag
*** vom Referenzpreis (Schlusskurs) am anfänglichen Bewertungstag
**** obere Kursgrenze
***** pro Zertifikat
Alle genannten Produkte sind Schuldverschreibungen der UniCredit Bank AG. Im Falle einer Insolvenz, das heißt Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit, kann es zu Verlusten bis hin zum Totalverlust kommen.
Die Produktdetails sind auf der Internetseite www.onemarkets.de veröffentlicht; Information zur Funktionsweise des Produkts
Stand: 27.11.2017

Bildnachweise:

  • Stocksy: Leander Nardin

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Für Produktinformationen sind allein maßgeblich der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen. Alle Produktunterlagen und Informationen unter: www.onemarkets.de.

Funktionsweisen der HVB Produkte .

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