Interview: Richtig rotieren!
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Christian Stocker, Equity Strategist und Director Markets & Investment Banking bei der UniCredit, über die Vorzüge der Sector-Rotation-Strategie.

onemarkets Magazinonemarkets: Herr Stocker, seit nunmehr einem Jahr können Privatanleger per HVB Open End Index Zertifikat an der Wertentwicklung des UniCredit European Sector Rotation Strategy Index teilnehmen. Wie haben Sie sich mit der Strategie seither geschlagen?

Christian Stocker: Die Strategie hat sich in den vergangenen zwölf Monaten als her­vorragend erwiesen. Das Zertifikat startete mit einem Indexwert von 1.000 Punkten am 24. Februar 2016. Aktuell liegt der Indexwert bei 1.193 Punkten um gut 19 Prozent im Plus, hinzu kommt noch die Dividendenausschüttung von rund drei Prozent im November. Der EURO STOXX 50® dagegen hat in diesem Zeitraum lediglich eine Performance von rund 13,5 Prozent erzielt. (Anm. d. Red.: Stand jeweils 9. Februar 2017) Diese überdurchschnittliche Renditeentwicklung deckt sich mit unseren Simulationen zu den vorhergehenden Jahren.

onemarkets: Wie ist die Zusammensetzung des Index derzeit ausgerichtet: „zyklisch“, „defensiv“ oder „neutral“?

Stocker: Der Index ist aktuell zu 100 Prozent zyklisch ausgerichtet und profitiert somit in seiner gegenwärtigen Positionierung stark vom derzeit besten globalen konjunkturellen Umfeld seit Jahren.

onemarkets: Erwarten Sie, dass die „Ampel“ in Kürze umschaltet? Immerhin haben sich die ifo Geschäftserwartungen zu Jahresbeginn überraschend eingetrübt.

Stocker: Die Eintrübung der Geschäftserwartungen zum Jahresanfang werten wir als Ausdruck der Unsicherheit über den weiteren Kurs der US-Außenhandelspolitik. Gleichwohl ist die Erwartungskomponente des ifo Geschäftsklimas bereits auf einem, im Vergleich zur Vergangenheit, hohen Niveau angelangt. Ein weiterer deutlicher Anstieg ist eher unwahrscheinlich. Das spiegelt sich auch in der von uns erwarteten Stabilisierung des Konjunkturwachstums wider. Wir rechnen für den Euroraum mit einem Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent im Jahr 2017 und von 1,4 Prozent für 2018. Aus heutiger Sicht ist davon auszugehen, dass unser Sector-Rotation-Index zur Jahresmitte hin eine schrittweise defensivere Ausrichtung erhält.

onemarkets: Die ifo Geschäftserwartungen sind ein wichtiger Bestandteil des Sector-Rotation-Konzepts. Wieso gerade dieser Indikator?

Stocker: Die ifo Geschäftserwartungen sind eine Subkomponente des ifo Geschäftsklimaindex. Dieser wird seit 1972 monatlich veröffentlicht und hat sich als sehr treffsicherer Konjunkturindikator für Deutschland erwiesen. Durch die Stellung Deutschlands als größte Volkswirtschaft Europas und die starke ökonomische Verzahnung innerhalb der EU stellt das ifo Geschäftsklima auch einen recht soliden Frühindikator für die Konjunkturentwicklung Europas dar. Die Subkomponente Erwartungen im ifo Geschäftsklima repräsentiert die Geschäftsaussichten der Unternehmen in Deutschland „aus erster Hand“ und ist für uns ein wirklich aussagekräftiger Indikator zur Konjunkturentwicklung.

onemarkets: Für welche Anleger ist die Sector-Rotation-Strategie geeignet?

Stocker: Die Sector-Rotation-Strategie investiert zu 100 Prozent im europäischen Aktienmarkt und ist auf einen mittel- bis längerfristigen Anlagehorizont ausgerichtet. Sie ändert entsprechend der jeweiligen Konjunktur- und Markt­signale aktiv die Zusammensetzung des Indexportfolios. Die Strategie ist damit für alle Anleger geeignet, die sich mit einem mittel- bis längerfristigen Anlagehorizont am Aktienmarkt engagieren wollen, ohne die aktive Zusammensetzung ihres Aktienportfolios selber täglich überwachen zu müssen. Für eher kurz­fristig agierende beziehungsweise mehr handelsorientierte Anleger bietet sich das Index-Zertifikat im Portfolio als Basisinvestment mit jähr­licher Dividendenausschüttung an.

onemarkets: Was können Anleger 2017 noch erwarten?

Stocker: Für den EURO STOXX 50® erwarten wir zum Jahresende per saldo eine breite Seitwärtsbewegung. Umso vorteilhafter kann es sein, auf eine aussichts­reiche Anlagestrategie wie unsere Sector-Rotation-Strategie zu setzen.

onemarkets: Herr Stocker, vielen Dank für das Gespräch.

Bildnachweise:

  • UniCredit Bank AG

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