Exotische Optionsscheine richtig einsetzen!
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Mit exotischen Optionsscheinen lassen sich Anlagestrategien umsetzen, die mit klassischen Hebelprodukten nicht oder nur eingeschränkt möglich sind. Oftmals reicht bereits eine Seitwärtsbewegung des Basiswertes aus, um hohe Gewinne zu erzielen. HypoVereinsbank onemarkets hat eine große Auswahl an „Exoten“ für Sie.

onemarkets MagazinExotische Optionsscheine sind eine Weiterentwicklung von herkömmlichen Optionsscheinen. Wie bei den Klassikern setzt der Anleger während der Laufzeit auf eine bestimmte Bewegung eines Basiswertes (Bezugswert, der dem Produkt zugrunde liegt, zum Beispiel eine Aktie oder ein Aktienindex). Der Unterschied liegt darin, dass der Basiswert nicht notwendigerweise steigen oder fallen muss, um überproportionale Gewinne zu erzielen. Zudem steht der Maximalertrag zumeist schon zum Kaufzeitpunkt fest. Erfahren Sie, welche „Exoten“ besonders beliebt sind und welche Einsatzmöglichkeiten sie bieten.

Discount-Optionsscheine

Das zentrale Merkmal von Discount-Optionsscheinen ist, dass sie günstiger sind als ein vergleichbarer klassischer Optionsschein. Der Anleger setzt quasi mit einem Rabatt auf eine bestimmte Bewegung des Basiswertes. Dieser „Preisnachlass“ sorgt dafür, dass mit Discount-Optionsscheinen auch bei moderaten beziehungsweise stagnie­renden Kursbewegungen des Basiswertes Gewinne erzielt werden können. Im Gegenzug verzichtet der Anleger allerdings auf die unbegrenzten Gewinnchancen eines herkömmlichen Optionsscheins. Denn der maximale Rückzahlungsbetrag wird bei Discount-Optionsscheinen durch einen Cap (obere Kursgrenze) begrenzt.

Defensive Variante

Bei defensiven Discount-Optionsscheinen liegt der Cap (deutlich) unterhalb des aktuellen Kurses des Basiswertes (Discount-Calls) beziehungsweise (deutlich) darüber (Discount-Puts). In diesem Fall erhält der Anleger den maximalen Rückzahlungsbetrag auch dann, wenn der Basiswert bis auf den Cap fällt (Discount-Calls) beziehungsweise bis zum Cap steigt (Discount-Puts). Diese Variante eignet sich für Anleger, die auch dann noch die Chance auf einen Ertrag haben wollen, wenn sich der Basiswert bis zu einem bestimmten Grad nicht in die gewünschte Richtung entwickelt. Der Preis dafür ist die Begrenzung der Ertragschancen.

Neutrale Variante

Bei dieser Variante liegt der Cap in etwa auf Höhe des aktuellen Basiswertkurses. Um den maximalen Rückzahlungsbetrag zu erhalten, reicht eine Seitwärtsbewegung des Basiswertes aus. Seitwärtsbewegung bedeutet, dass sich der Basiswert auf insgesamt gleichbleibendem Niveau entwickelt.

Offensive Variante

Bei einem offensiven Discount-Call liegt der Cap oberhalb des aktuellen Basiswertkurses, bei einem Discount-Put darunter. Mit einer solchen Ausstattung lassen sich überdurchschnittliche Gewinne erzielen, sofern der Basiswert per Fälligkeit mindestens bis zum Cap steigt (Discount-Calls) beziehungsweise bis mindestens auf den Cap fällt (Discount-Puts). Allerdings sind auch die Verlustrisiken entsprechend erhöht, sollte sich der Basiswert nicht in die „richtige“ Richtung bewegen. Diese Produkte eignen sich vor allem dann, wenn Trader dem Basiswert nur eine begrenzte Entwicklung nach oben oder unten zutrauen und davon gehebelt profi­tieren wollen.

Fallbeispiel Discount-Call

Das folgende Fallbeispiel veranschaulicht das Rückzahlungsprofil am Laufzeitende eines (fiktiven) Discount-Calls auf die Musteraktie mit einem Basispreis von 45 Euro, einem Cap bei 55 Euro sowie einem Bezugsverhältnis von 1 (1 Discount-Call entspricht 1 Aktie). Bei einem Kurs der Musteraktie zwischen dem Basispreis bei 45 Euro und dem Cap bei 55 Euro steigt der Rückzahlungswert stetig an, bis er den Höchstwert von 10 Euro erreicht (= Differenz zwischen dem Basispreis und dem Cap). Steigt die Musteraktie über den Cap hinaus, so ändert das nichts mehr an der Rückzahlungshöhe. Notiert die Muster­aktie dagegen am Laufzeitende auf oder unter dem Basispreis, verfällt das Papier wertlos.

Stay-High/Low-Optionsscheine

Im Gegensatz zu klassischen Optionsscheinen weisen diese Produkte eine Knock-out-Bar­riere auf, die je nach Variante unterhalb (Stay-High-Optionsschein) oder oberhalb (Stay-Low-Optionsschein) des aktuellen Kurses des Basiswertes liegt. Einzige Voraus­setzung für den Anlageerfolg ist, dass der Basiswert die Knock-out-Barriere bis zum Laufzeitende niemals berührt oder durchbricht. In diesem Fall erhält der Anleger einen festen, vorab bekannten Rückzahlungsbetrag, der in der Regel auf 10 Euro pro Optionsschein festgelegt ist. Diese Produkte bedingen also nicht notwendigerweise steigende oder fallende Kurse wie bei herkömmlichen Options­scheinen. Vielmehr ist es wichtig, dass der Basiswert innerhalb eines bestimmten Zeitraums die jeweilige Knock-out-Barriere (Kursniveau) nicht verletzt. Sollte das jedoch der Fall sein (Knock-out-Ereignis), verfällt das Produkt sofort wertlos. Es kommt zum Totalverlust. Während sich die Chance aus dem Rückzahlungs­betrag ergibt, hängt das Risiko insbesondere von der Laufzeit und der Höhe der Knock-out-Barriere ab. Je länger die Laufzeit ist und je näher der Basiswert an der Knock-out-Barriere notiert, umso größer ist auch die Gefahr eines Knock-out-Ereignisses.

Fallbeispiel Stay-High-Optionsschein

In diesem Beispiel liegt die Knock-out-Barriere des Stay-High-Optionsscheins bei 40 Euro. Berührt oder unterschreitet der zugrunde liegende Basiswert bis zum Laufzeit­ende niemals diese Marke, wird das Produkt zu 10 Euro zurückgezahlt (Szenario 1). Wird die Knock-out-Barriere allerdings verletzt (also berührt oder unterschritten), dann verfällt der Stay-High-Optionsschein wertlos (Szenario 2).

Inline-Optionsscheine

Während bei Stay-High/Low-Optionsscheinen lediglich eine Barriere – die je nach Variante unter- oder oberhalb des Basiswertkurses liegt – für den Anlageerfolg maßgeblich ist, sind Inline-Optionsscheine sowohl mit einer unteren als auch mit einer oberen Knock- out-Barriere ausgestattet. Sie stecken den Inline-Korridor ab, in dem sich der Basiswert bewegen darf. Der Käufer eines Inline-Optionsscheins rechnet also mit einer seitwärts gerichteten Bewegung des Basiswertes, zumindest aber mit keinen größeren Kursschwankungen. Bestätigt sich die Erwartung, das heißt, der Basiswert berührt oder durchbricht während der Laufzeit niemals die obere oder die untere Begrenzungsmarke, dann erhält der Anleger einen festen Rückzahlungs­betrag, in der Regel 10 Euro pro Schein. Falls nicht, verfallen Inline-Optionsscheine ab dem Zeitpunkt des Knock-out-Ereignisses wertlos. Wie bei Stay-High/Low-Optionsscheinen gibt es also lediglich zwei Rückzahlungs­szenarien: Festbetrag oder Totalverlust. Unser komplettes Angebot an exotischen Optionsscheinen finden Sie unter: www.onemarkets.de

Bildnachweis:

  • iStock: Jovo Jovanovic

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Für Produktinformationen sind allein maßgeblich der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen. Alle Produktunterlagen und Informationen unter: www.onemarkets.de.

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