E-Autos geben Gas


von onemarkets Magazin
am 22.02.17 um 8:03 Uhr in Investment / Magazin / onemarkets Magazin März 2017


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– Volle Ladung: Autoverbände rechnen in den kommenden Jahren mit starkem Wachstum bei Elektrofahrzeugen.
– Marktführerschaft: VW will auf den E-Thron
– Investieren leicht gemacht: sieben aussichtsreiche Produkte mit bedingtem Teilschutz auf „elektrifizierte“ Autoaktien

onemarkets MagazinDie Karten in der Autoindustrie werden derzeit neu gemischt. Dabei ist der Elektro­antrieb das beherrschende Thema. Immer schärfere Klimaschutzregeln in China und Europa sowie der Diesel-Abgasskandal zwingen die Branche zum Umdenken. Die Elektrifizierung ist bei der Mehrzahl der Unternehmen auch schon angekommen. So haben beispielsweise die deutschen Hersteller die Weichen Richtung Zukunft längst gestellt. Nach Angaben des Branchenverbandes VDA plant die hiesige Autoindustrie, bis 2020 mehr als 40 Milliarden Euro in alternative Antriebe zu investieren. Die Deutschen sind bereits heute vorne mit dabei. In Deutschland beträgt der Marktanteil laut VDA bei Elektro-Pkws 57 Prozent, in Westeuropa sind es 48 Prozent.

VW strebt Marktführerschaft an

Besonders eifrig bei diesem Thema präsentiert sich VW. In den kommenden acht Jahren möchten alleine die Wolfsburger mehr als 30 neue Elektroautos entwickeln. VW-Markenchef Herbert Diess hat sich zudem ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: „Spätestens 2025 wollen wir Weltmarktführer bei der E-Mobilität sein.“ (Quelle: Reuters, 22.11.2016) Dann sollen eine Million E-Mobile im Jahr verkauft werden.

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Aber auch die Konkurrenz schläft nicht. Der Branchenverband VDA rechnet damit, dass bis zum Jahr 2025 weltweit 25 Millionen E-Autos verkauft werden. Dies entspricht rund einem Viertel der Neuanmeldungen. Die Anzahl der Modelle soll sich bis dahin mit rund 100 etwa verdreifachen. So weit zu den Planungen, die Realität sieht aber etwas anders aus. Trotz des staatlichen Umweltbonus von 4.000 Euro beim Kauf eines reinen Elektroautos ging die Zahl der Neuzulassungen hierzulande zurück. Das Kraftfahrtbundesamt meldete für 2016 insgesamt lediglich 11.410 neue Elektroautos. Das entspricht einem Minus von 7,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr oder bzw. einem Anteil von lediglich 0,3 Prozent der Neuzulassungen.

Anders sieht es auf dem weltgrößten Automarkt aus. In China wurden im vergangenen Jahr 53 Prozent mehr Elektro­­fahrzeuge verkauft und erstmals die Marke von einer halben Million Stück übertroffen. Nicht umsonst wird das Reich der Mitte gerne als der „Elektromotor der Autowelt“ bezeichnet. Daran dürfte sich so schnell auch nichts ändern. Nach Angaben des Center of Automotive Management (CAM) befindet sich unter den Top 20 der meistverkauften Elektroautos in China mit Tesla nur ein einziger ausländischer Hersteller.

Aber auch hierzulande soll die Ampel hinsichtlich Elektroantrieb in diesem Jahr auf Grün umschalten. Nach Einschätzung des Verbandes der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) wird die Nachfrage in diesem Jahr in Deutschland kräftig anziehen. „Wir gehen davon aus, dass der Elektromarkt im Jahr 2017 um 50 Prozent zulegen wird“, sagte der Präsident des VDIK, Reinhard Zirpel, der Branchen- und Wirtschaftszeitung „Automobilwoche“. Ebenfalls optimistisch zeigt sich der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe, der für 2017 mit rund 15.000 neu zugelassenen E-Autos rechnet.

Strom für alle

Damit sich mehr Menschen für die „Stromfresser“ begeistern lassen, bedarf es einer ausreichenden Infrastruktur. An dieser wird nun seit Neuestem im Verbund gearbeitet. So haben sich BMW, Daimler, Ford und Volkswagen vereinigt und bauen ab diesem Jahr gemeinsam ein Netz von Schnellladestationen auf. Die vier Partner kündigten Stromtankstellen entlang der europäischen Hauptverkehrsachsen an. In einem ersten Schritt sind rund 400 Ladepunkte geplant. Bis 2020 sollen Fahrer von batteriebetriebenen Fahrzeugen dann Zugang zu Tausenden solcher Hochleistungsladestationen haben. „Die Verfügbarkeit von Schnellladesäulen ermöglicht erstmals Langstrecken-E-Mobilität und wird dazu beitragen, dass sich immer mehr Kunden für ein Elektrofahrzeug entscheiden“, erklärte dazu Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche.

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Aufladen ist die eine Sache, Reichweite die andere. Das Rückgrat aller Elektroautos ist ohne Zweifel die Batterie. Auch hier ist der Markt in Bewegung. Galt lange Zeit der Elektroauto-Pionier Tesla, der bei seinem Model S eine Fahrtlänge von 400 Kilometer angibt, als führend, ist nun Opel an dem US-Konzern vorbeigezogen. Nach eigenen Angaben kann der neue Stromer aus Rüsselsheim ohne Ladestopp die magische 400-Kilometer-Marke deutlich überbieten. BMW bleibt dagegen mit seinem i3 schon nach 300 Kilometern liegen.

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Die Weiterentwicklung der Batterie ist ein wichtiger Baustein bei der Umsetzung von E-Mobility. Geht es nach Toyota, sollen die Lebensdauer der Akkus und die Reichweite der Fahrzeuge in den kommenden Jahren um jeweils bis zu 15 Prozent gesteigert werden. Auf die Verbesserung der Batterien konzentrieren sich aber auch Autozulieferer und sogar branchenfremde Unternehmen wie Swatch. Der Uhrenkonzern hat zusammen mit der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) eine Batterie entwickelt und bereits mit dem chinesischen Autokonzern Geely ein Kooperationsabkommen geschlossen. Das größte Projekt in diesem Bereich befindet sich derzeit allerdings noch in den Händen von Tesla: die „Gigafactory“. Zusammen mit Panasonic hat der Konzern eine riesige Batterienfabrik gebaut. Damit sollen ab dem kommenden Jahr 500.000 Elektroautos jährlich mit den Energiespeichern versorgt werden.

Eine Branche im Wandel

Beim Umstieg auf Elektroautos spielen auch Zulieferer und sogar branchenfremde Unternehmen eine wichtige Rolle. Zu letztgenannter Kategorie zählen die Tech-Riesen Apple und Alphabet (Google). Während Alphabet bereits ein selbstfahrendes Elektroauto testet, hat Apple die Entwicklung eines „iCars“ bislang nicht offiziell bestätigt. Gerüchten zufolge wird frühestens 2021 mit einem E-Auto aus Cupertino gerechnet. Der Chiphersteller Infineon ist derweil aus der Autoindustrie nicht mehr wegzudenken. Knapp 40 Prozent der Erlöse sowie einen Großteil der Gewinne erzielt Infineon in diesem Bereich. Im Zuge neuer Technologien werden immer mehr Halbleiter benötigt. Chips im Wert von etwa 330 Dollar sind aktuell in einem klassischen Pkw verbaut. „Wir rechnen damit, dass für ein autonomes Auto noch einmal 500 bis 700 Dollar on top kommen“, sagt Infineon-Chef Reinhard Ploss (Quelle: Automobilwoche, 21.1.2017). Mit von der Partie beim Elektroauto sind aber auch herkömmliche Zulieferer wie die breit aufgestellte Continental oder Leoni mit seinen Kabeln.

Ob sich die Aktienkurse der Branchenvertreter auf eine ebenso exponentielle Wachstumskurve, wie sie dem E-Markt in den kommenden Jahren vorausgesagt wird, begeben werden, ist ungewiss. Vorrangig plagen den Sektor nämlich im­men­se Forschungsaufwendungen, welche zunächst auf den Margen lasten könnten. Gewiefte Anleger können aber mit den richtigen Produkten bereits aus einer Seitwärtsfahrt der Autoaktien Rendite schöpfen. Nachfolgend stellen wir Ihnen eine interessante Auswahl an Papieren vor.

7 PROFITEURE DES E-TRENDS: SEITWÄRTS ZUR RENDITE
Basiswert Produkttyp ISIN Rückzahlungstermin Ausstattungsmerkmale
BMW AG HVB Express Aktienanleihe Protect DE000HU8FZL2 1.2.2021 Zinssatz: 4,15 % p. a., Nennbetrag: EUR 1.000,–
Continental AG HVB Bonus Cap Zertifikat DE000HU443L7 20.12.2017 Cap: EUR 200,–, Barriere: EUR 130,–
Daimler AG HVB Express Aktienanleihe Protect DE000HVB2A92 25.6.2020 Maximaler Rückzahlungsbetrag: 113.96 %
Infineon Technologies AG HVB Aktienanleihe DE000HU8DZN3 21.6.2018 Zinssatz: 6,00 % p. a., Nennbetrag: EUR 1.000,–
Leoni AG HVB Discount Zertifikat DE000HU6QT35 22.12.2017 Discount: 18,27 %, Cap: EUR 33,–
Tesla Motors Inc. HVB Discount Zertifikat DE000HU7Z539 21.12.2017 Discount: 31,94 %, Cap: USD 180,–
Volkswagen AG Vz. HVB Discount Zertifikat DE000HU6Q0C9 22.12.2017  Discount: 17,26 %, Cap: EUR 130,–
Die Produktdetails sind auf der Internetseite www.onemarkets.de veröffentlicht. Alle genannten Produkte sind Schuldverschreibungen der UniCredit Bank AG. Bei deren Insolvenz, also Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung, drohen hohe Verluste bis hin zum Totalverlust.; Information zur Funktionsweise des Produkts
Stand: 9.2.2017
Quelle: HypoVereinsbank onemarkets

E-Autos geben Gas

  • 2016 – Vom Ladenhüter zum Kassenschlager
    Der Marktanteil von E-Autos in Deutschland lag 2016 bei mageren 0,3 Prozent. Ziel der Bundesregierung ist es, bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf die Straße zu bringen. Bis 2030 sollen es dann sechs Millionen sein.
  • 2017 – Gemeinschaftsunternehmen
    BMW, Daimler, Ford und VW planen ein europaweites Netz an Schnellladestationen entlang der europäischen Hauptverkehrs­achsen. 2017 sind die ersten Hochleistungsladepunkte geplant.
  • 2018 – Gigafactory: Der Grundstein für die Gigafactory von Tesla wurde Juni 2014 in Nevada gelegt. 2018 soll das Joint Venture mit Panasonic seine volle Kapazität von 35 Gigawattstunden por Jahr erreichen.
  • 2019 – Neue Modelle
    Für 2019 plant BMW einen elektrifizierten MINI. 2020 soll der X3 folgen und 2021 ein neues i-Modell.
  • 2020 – Investitionsboom
    Laut Branchenverband VDA will die deutsche Autoindustrie bis 2020 mehr als 40 Milliarden Euro in alternative Antriebe investieren.
  • 2025 – Ehrgeizige Pläne
    30 neue E-Automodelle möchte VW bis 2025 auf den Markt bringen und bis dahin führend in dem Bereich sein. Daimler plant bis zum Jahr 2025 10 neue Modelle.
    VDA-Prognose: Bis zum Jahr 2025 sollen 25 Millionen E-Mobile ein Viertel der weltweiten Neuregistrierungen ausmachen.

Wissen

  • Batterietechnik: Derzeit werden in Elektroautos nahezu ausschließlich Lithium-Ionen-Akkus verbaut. Diese Batterien besitzen eine hohe Energiedichte und vertragen eine Vielzahl an Ladezyklen.
  • Leistungselektronik: Das „Gehirn“ eines Elektroautos ist die Leistungselektronik. Diese wandelt die vom Akku bereitgestellte Spannung in die Spannung um, die der Motor benötigt, und steuert letztendlich den gesamten Antrieb.
  • Rekuperation: So wird im Elektroauto das System zur Rückgewinnung von frei werdender Energie beim Bremsen bezeichnet. Diese kann in die Akkus eingespeist werden.

Bildnachweise:

  • Photocase: DancehallCaballero


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