E-Autos: Eine Branche unter Strom
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onemarkets MagazinDeutschland als Nation des Automobils möchte beim Zukunfts­trend E-Mobility ganz vorne mitspielen. Einen deutlichen Schub könnte der Elektromobilität China mit einer neuen Quotenregelung verleihen. Anleger, die in den Zukunftstrend investieren möchten, können dies teilgeschützt mit Produkten von HVB onemarkets tun.


Wer glaubt, der E-Boom ist neu, irrt. Was aktuell passiert, ist eine Wiederholung der Geschichte, nur mit umgekehrten Vorzeichen: Lange bevor Karl Benz 1886 das Patent für seine Konstruktion eines Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor anmeldete, dominierten Elektroautos das Straßenbild. Anfang des 20. Jahrhunderts wendete sich das Blatt. Aufgrund der höheren Reichweite verdrängte der Verbrennungsmotor das E-Mobil. Rund 100 Jahre später steht die umweltschädliche Antriebstechnik – der Diesel-Skandal lässt grüßen – am öffentlichen Pranger und die Elektromobilität ist dabei, ihre zweite Erfolgsstory zu schreiben.

Milliardeninvestitionen

Autokonzerne, Zulieferer sowie auch bislang branchenfremde Unternehmen sind in das Rennen um den „Antrieb der Zukunft“ längst eingestiegen. Dies zeigte sich jüngst auf der Internationalen Automobilausstellung IAA, die insbesondere von den deutschen Herstellern genutzt wurde, um Flagge zu zeigen. Auf dem weltweit wichtigsten Branchentreffen stellten BMW, Daimler und VW ihre ambitionierten E-Pläne vor. 25 elektrifizierte Modelle möchte Erstgenannter bis zum Jahr 2025 anbieten, 12 davon vollelektrisch. Konkurrent Daimler schlägt ein noch höheres Tempo an. Die Stuttgarter planen, in den kommenden fünf Jahren dem kompletten Mercedes-Produktportfolio einen Stromanschluss zu verpassen. Mindestens 10 Modelle sollen ab 2022 als reine E-Fahrzeuge angeboten werden. Bis 2025 soll der Absatzanteil von Elektroautos einem Viertel des gesamten Konzernabsatzes entsprechen. Die Strategie lässt sich der Konzern etwas kosten: Allein eine Milliarde Dollar möchte Daimler in eine neue E-Auto-Fabrik in den USA stecken. Das teilte das Unternehmen zum 20. Jahrestag des Produktionsbeginns in Tuscaloosa Ende September mit.

Noch tiefer in die Tasche greift VW. Nach eigenen Angaben fährt der weltgrößte Autohersteller mit 20 Milliarden Euro bis 2030 das derzeit umfangreichste Investitionsprogramm in Sachen Elektromobilität (Quelle: www.managermagazin.de vom 12. September 2017). Verankert ist das Zukunftsthema in der „Roadmap E“, die bis 2025 insgesamt mehr als 80 neue „gestromte“ Pkws aus Wolfsburg vorsieht. Darunter sollen sich rund 50 reine E-Fahrzeuge befinden.

Internationales Rennen

Die weltweite Autobranche überlässt den Deutschen aber nicht alleine das Feld. Im Gegenteil: Die Konzerne rund um den Globus möchten sich einen Teil des Kuchens abschneiden, vor allem der Elektroautopionier Tesla. Dieser versucht gerade, mit seinem im Vergleich zu Model S und X wesentlich günstigeren Model 3 den Massenmarkt zu erobern. Auf hohe Volumen haben es auch Renault und Peugeot abgesehen. Laut PSA-Chef Carlos Tavares werden im Jahr 2023 rund 80 Prozent der Peugeot-Modelle elektrifiziert sein. Darüber hinaus spielt Tavares mit dem Gedanken, den kürz­lich übernommenen Hersteller Opel zu einer reinen E-Auto-Marke umzubauen.

Über Erfolg und Misserfolg der An­strengungen der Autokonzerne entscheidet aber nicht alleine die Marke, sondern auch die Batterie sowie ein ausreichendes Ladenetz. Beim Akku hakt es derzeit nicht nur am hohen Preis, sondern auch an der Reichweite. Die längste Fahrt schafft derzeit Tesla mit rund 450 Kilometern. Darüber hinaus fehlt es noch an genügend Herstellungskapazitäten sowie einer ausreichenden Infrastruktur.

Die Unternehmen sind aber gerade dabei, die Probleme zu lösen. Während BMW, Daimler, Ford, VW, Audi und Porsche die Firma Ionity mit dem Ziel gegründet haben, bis 2020 in ganz Europa 400 Stromtankstellen aufzubauen, kümmert sich Tesla zusammen mit Panasonic und ihrer Gigafactory um ausreichend viele Akkus. Geht es nach VW, reicht eine derartige Größe aber längst nicht aus, um bis 2025 jedes vierte neue Auto rein elektrisch anzutreiben. Dazu wird eine Akkukapazität von mehr als 150 Gigawattstunden pro Jahr benötigt. „Das entspricht der Jahreskapazität von mindestens vier Gigafactorys“, erklärte Chef Matthias Müller auf der IAA. Ob VW selbst in die Herstellung einsteigt, ist noch offen. Aktuell stammen die größten Zellproduzenten mit Panasonic und LG Chem aus Asien. Nach Prognosen von Roland Berger wird sich daran auch so schnell nichts ändern. Den Schätzungen zufolge wird das Duo 2019 zusammen auf einen Marktanteil von 50 Prozent kommen.

Ideenreiche Zulieferer

Im Batteriebereich tummeln sich auch die klassischen Autozulieferer. Beispielsweise denkt Continental laut über eine eigene Akku-Produktion nach. Diese könnte einem Bericht der Branchenzeitung „Automobilwoche“ zufolge 2024/25 starten. Das Unternehmen ist mit der Elektromobilität bereits eng verbunden. So verfügt Conti über innovative Produkte im Bereich der Ladetechnologie. ElringKlinger sowie Faurecia beschäftigen sich ebenfalls mit der Batterie. Während sich die Franzosen um das Batteriethermomanagement kümmern, sorgt ElringKlinger für ein gewichtsoptimiertes Gehäuse sowie Zellkontaktier­systeme für Lithium-Ionen-Akkus.

Die beiden deutschen Zulieferer Leoni und Schaeffler setzen dagegen andere Schwerpunkte. Zweitgenannter beschäftigt sich mit den Antriebssystemen, die von Nieder- bis Hochvolt reichen. In Zukunft soll sogar ein ganzes System vom E-Motor bis zur Steuerung angeboten werden. Wie wichtig die Elektromobilität für das Unternehmen ist, zeigt die Entscheidung, ab Anfang 2018 eine eigene Abteilung dafür zu schaffen. Neben Deutschland soll auch in China ein Zentrum für Elektroantriebe aufgebaut werden. Dies kommt nicht von ungefähr, ist das Reich der Mitte doch der Wachstumstreiber in Sachen E-Mobility. Peking hat kürzlich eine Quotenregelung festgelegt. Ab 2019 müssen alle Hersteller ein Zehntel ihrer vor Ort produzierten Fahrzeuge mit Elek­troantrieb ausliefern. Ein Jahr später soll der Anteil auf zwölf Prozent steigen.

Doch zurück zu den Zulieferern. Nicht wegzudenken in dem Zukunftsfeld Elektromobilität ist Leoni. Neben Ladekabeln bieten die Nürnberger Hochvoltbordnetze an. Dazu wurde auf der IAA ein skalierbarer Y-Verteiler vorgestellt, der die Leistung auf mehrere Hochvoltaggregate in einem Fahrzeug verteilen kann. Dass die Technologie der Franken ankommt, zeigt die jüngste Bestellung eines nichtgenannten großen Herstellers. Dieser hat Leoni einen Auftrag für die Komplettverkabelung seiner neuen E-Auto-Plattform erteilt.

Derweil kümmert sich die NORMA Group um die Kühlung. Ein gutes Geschäft, sind doch die Leitungen der Kühlwassersysteme in Fahrzeugen mit Hybrid- oder Elektromotor deutlich länger als jene in Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Mitte des Jahres hat das Unternehmen einen Großauftrag für Plug-in-Hybrid-Modelle von einem französischen Kraftfahrzeughersteller erhalten. Demzufolge sollen ab 2018 jährlich bis zu 150.000 Verbindungs­produkte wie Schlauchschellen oder Steckverbinder in rund 47.000 Fahrzeugen mit zum Einsatz kommen. Diversifiziert aufgestellt ist indes Konkurrent Valeo aus Frankreich. Der Spezialist für Leistungselektronik und Ladelösungen hat sich Ende vergangenes Jahr mit der deutschen Siemens zusammengeschlossen und ein Joint Venture gegründet, um Komplettlösungen für 60-Volt-Hochspannungskomponenten und -systeme anzu­bie­ten. Diese sollen in allen Elektrofahrzeugva­ri­anten eingesetzt werden können. Dazu gehören zum Beispiel Elektromotoren oder auch Bordladegeräte.

Teilschutzprodukte auf wichtige Spieler im Zukunftsmarkt Elektromobilität
Basiswert Produkttyp ISIN (Letzter) Rückzahlungstermin Ausstattungsmerkmale
BMW AG HVB Aktienanleihe DE000HW8PVW5 28.12.2021 Zinssatz: 4,15 % p. a., Barriere: 65 %
Continental AG HVB Express Aktienanleihe Protect DE000HW81K88 21.11.2021 Zinssatz: 4,20 % p. a., Barriere: EUR 139,7175
Daimler AG HVB Express Plus Zertifikat DE000HVB2498* 22.12.2022 Ertrags-Barriere: 60 %***, max. Rückzahl.: EUR 1.250,–****
ElringKlinger AG HVB Aktienanleihe DE000HW8CP13 27.11.2019 Zinssatz: 5,70 % p. a., Basispreis: EUR 12,708
Leonie AG HVB Discount Zertifikat DE000HU85GF5 22.06.2018 Discount: 15,5 %, Cap*: EUR 50,–
NORMA Group AG HVB Aktienanleihe DE000HW4VEB2 28.09.2018 Zinssatz: 3,50 % p. a., Basispreis: EUR 47,50
Schaeffler AG HVB Express Plus Zertifikat DE000HVB24D8** 24.06.2024 Ertrags-Barriere: 60 %***, max. Rückzahl.: EUR 1.435,50****
Peugeot S.A. HVB Discount Zertifikat DE000HW3HSR9 04.01.2019 Discount: 20,7 %, Cap*: EUR 16,–
Tesla Motors Inc. HVB Express Plus Zertifikat DE000HVB24X6** 22.12.2021 Ertrags-Barriere: 60 %***, max. Rückzahl.: EUR 1.400,–****
VW AG Vz. HVB Express Plus Zertifikat DE000HVB24A4** 22.12.2022 Ertrags-Barriere: 75 %***, max. Rückzahl.: EUR 1.400,–****
* obere Kursgrenze
** Produkt in der Zeichnung
*** vom Referenzpreis (Schlusskurs) am anfänglichen Bewertungstag
**** pro Zertifikat
Alle genannten Produkte sind Schuldverschreibungen der UniCredit Bank AG. Im Falle einer Insolvenz, das heißt Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit, kann es zu Verlusten bis hin zum Totalverlust kommen.
Die Produktdetails sind auf der Internetseite www.onemarkets.de veröffentlicht; Information zur Funktionsweise des Produkts
Stand: 27.11.2017

Bildnachweise:

  • VW AG

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Für Produktinformationen sind allein maßgeblich der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen. Alle Produktunterlagen und Informationen unter: www.onemarkets.de.

Funktionsweisen der HVB Produkte .

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