Der Kaffee ist fertig
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Bewegung: War Kaffee lange vor allem als Muntermacher gefragt, ist das Heißgetränk heute zum Genussmittel aufgestiegen. Style: In immer mehr Lokalen zelebrieren Baristas den Kaffeekult, indem sie penibel auf Qualität, Zubereitung und Optik achten.

onemarkets MagazinDer 5. September 1938 gilt als Geburtsstunde der Crema. An diesem Tag meldete Achille Gaggia das Patent für seine Espressomaschine an. Als Angestellter in einer Mailänder Kaffeebar hatte er eine Technik entwickelt, bei der heißes Wasser mit hohem Druck durch die gemahlenen Kaffeebohnen gepresst wird. Auf diese Weise entsteht der für einen perfekten Espresso typische goldene Schaum. 80 Jahre später sind die Geräte der seit 2009 zum Elektronikkonzern Philips zählenden Marke Gaggia rund um den Globus in Haushalten und Lokalen anzutreffen.

Die dritte Kaffee-Welle

Egal ob Espresso, Latte macchiato oder klassischer Filterkaffe: Das Heißgetränk ist beliebter denn je. Mehr als drei Viertel der Deutschen trinken täglich Kaffee. 2017 kam auf diese Weise pro Kopf ein Jahresverbrauch von 6,7 Kilogramm zusammen. Im europäischen Norden ist die Begeisterung für die braune Bohne noch stärker ausgeprägt (siehe Grafik).

Lange Zeit war Kaffee wegen seines Koffeins als Muntermacher am Morgen gefragt, heute zählt er zum Repertoire der Feinschmecker. Die Fachwelt spricht in diesem Zusammenhang von „Third Wave Coffee“. Ihren Ursprung nahm diese Bewegung in den USA. Heute zelebrieren auch diesseits des Atlantiks immer mehr Konsumenten den Kaffeegenuss. Sie achten penibel darauf, das Optimum aus den mehr als 1.000 in der Kaffeebohne enthaltenen Substanzen herauszuholen. Das gilt für Sorte und Herkunft genauso wie für den Brühvorgang. Beispielsweise wärmen die Verfechter von Filterkaffee Kanne und Tassen vor. Sie spülen außerdem den Filter einmal durch und lassen dann nur perfekt temperiertes Wasser zwischen 92 und 96 Grad Celsius an das braune Pulver.

Mittendrin in dieser Welle bewegt sich die Rösterei Dinzler. „Für einen guten Kaffee braucht man natürlich hochwertigen Rohkaffee und das richtige Röstverfahren“, erklärt Katrin Richter, Mitglied der Geschäftsführung des Traditionsunternehmens. Bei Dinzler werden die Bohnen in einem schonenden Langzeitverfahren per Hand geröstet. Richter bestätigt den Trend hin zu Qualitätsprodukten: „Wir freuen uns über die steigende Nachfrage nach hochwertigen Kaffeespezialitäten.“ Anfang des Jahres hat die Rösterei am Firmensitz im oberbayrischen Irschenberg den Neubau „Otto“ eröffnet. „Wir haben hier eine Welt rund um Kaffee geschaffen und möchten den Genuss erlebbar machen“, erklärt die Geschäftsführerin.

Zum Angebot zählen auch Kurse für Baristas. Dieser Begriff steht für echte Könner in der Kaffeezubereitung. Durchaus vergleichbar mit ein Weinsommelier, berät der Barista die Kundschaft über verschiedene Aspekte wie Bohnensorte oder Röstverfahren und bereitet gleichzeitig ein mit „Latte Art“ verziertes Getränk zu. In immer mehr stylischen Loka­len sind solche Profis anzutreffen.

Neben der Qualität und dem Genuss spielen soziale und ökologische Kriterien für immer mehr Kaffeetrinker eine wichtige Rolle. Sie kaufen Bohnen und Pulver, deren Verpackungen das Fairtrade-Siegel tragen (siehe Grafik). Diese Organisation bietet Kleinbauern in den verschiedenen Anbauregionen Mindestpreise, unterstützt sie bei der Finanzierung und achtet auf Umweltstandards und geregelte Arbeitsbedingungen.

Bildnachweis:

  • Tyler Nix/unsplash

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