Das Steuerthema: Verluste aus der Veräußerung wertloser Aktien
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In unserer Steuerkolumne vom März 2017 hatten wir über eine Entscheidung des Niedersächsischen Finanzgerichts berichtet, nach der die Auffassung der Finanzverwaltung falsch sei, dass ein Verlust aus der Veräußerung von Wertpapieren nicht zu berücksichtigen ist, wenn der Veräußerungs­preis die für die Transaktion in Rechnung gestellten Kosten nicht übersteigt (Az. 2 K 12095/15).

onemarkets MagazinIm betreffenden Fall hatte der Anleger Aktien eines insolventen Unternehmens zu einem geringen Preis verkauft und dabei nach Abzug der Gebühren kein Geld vereinnahmt. Die Finanzverwaltung wollte die Entscheidung des Gerichts nicht akzeptieren und stritt vor dem Bundesfinanzhof weiter (Az. VIII R 32/16). Im Juni dieses Jahres wurde hierzu mündlich verhandelt, das heißt, beide Parteien konnten noch einmal ihre rechtliche Sicht der Dinge dem obersten Finanzgericht darlegen. Die Finanzverwaltung unterstellte hierbei einen steuer­lichen Missbrauch, da eine Veräußerung von Aktien, bei der kein Geld an den Verkäufer fließt, wirtschaftlich sinnlos sei und nur der steuerlichen Berücksichtigung des Veräußerungsverlustes diene. Bei einem Abwarten bis zu einer wertlosen Ausbuchung der Aktien nach Abschluss des Insolvenzver­fahrens wäre der wirtschaftliche Verlust hieraus nach dem Willen der Finanzverwaltung ebenfalls steuerlich nicht zu berück­sichtigen. Dies konnte den zuständigen Senat nicht überzeugen. Eine Veräußerung sei auch bei wertlosen Aktien anzunehmen. Zudem liege es in der Entscheidungsfreiheit des Anlegers, wann er seine Aktien veräußere. Damit folgt der Bundesfinanzhof offenbar dem Urteil der Vorinstanz und betroffene Anleger können doch noch auf eine steuer­liche Berücksichtigung bisher erzielter Verluste hoffen. Fragen hierzu beantwortet Ihr Steuerberater.

Thomas Wagner, Steuerberater

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