Bayer – Starke Zahlen beflügeln!
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Die Aktie des Chemie- und Pharma-Konzerns Bayer zeigte in den vergangenen Wochen eine überaus starke Performance. Über 30 Prozent legte das Papier seit Mitte Juni 2019 zu. Dennoch ist die Aktie derzeit nur rund halb so viel wert wie Anfang 2015. Diese Talfahrt ist eng verknüpft mit dem Kauf des US-Saatgutherstellers Monsanto. Der Unmut der Anleger zeigte sich auch auf der diesjährigen Hauptversammlung als mehr als die Hälfte des anwesenden Grundkapitals Konzernchef Werner Baumann die Entlastung verweigerte.

Das Problem Glyphosat wird bis auf weiteres Baumanns größte Baustelle bleiben. Bis zum 11. Oktober gingen in den 42.700 Klagen gegen Bayer/Monsanto wegen angeblicher Krebsrisiken glyphosathaltiger Unkrautvernichter ein. Dennoch keimt allmählich wieder Zuversicht unter den Anlegern auf. Dazu trugen unter anderem die jüngsten Quartalszahlen, der Einstieg eines aktivistischen Investors und ein Strategiewechsel bei CEO Baumann bei.

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Im dritten Quartal legte der Konzernumsatz um 6,1 Prozent und das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen um 7,5 Prozent zu. Das lag leicht über den Erwartungen des Marktes. Damit bleibt Konzernchef Baumann auf Kurs, die Jahresziele zu erreichen.

Im Pharmabereich bescherten einmal mehr Blockbuster wie der Gerinnungshemmer Xarelto und das Augenmittel Eylea steigende Erträge. Im Crop Science-Bereich mit Monsanto profitierte der Konzern von der  steigenden Nachfrage nach Maissaat und Preiserhöhungen. Zudem konnte nach eigenen Angaben durch Synergien bereits kräftig eingespart werden. Im Rahmen des 2022 Synergy & Efficiency Programms sollen von 2022 an 2,6 Mrd Euro generiert werden. Gleichzeitig soll der Umsatz bis 2022 auf 52 Mrd. Euro und die EBITDA von 9,5 Mrd. im Jahr 2018 auf 16 Mrd. Euro steigen. Um dies zu erreichen, sollen Synergien gehoben und in die Entwicklung neuer Produkte investiert werden.

Baumann steckte sich ehrgeizige Ziele und der Weg dorthin wird nicht zuletzt vom aktivistischen Investor Paul Singer genau beobachtet. Der US-Hedgefonds Elliott von Paul Singer fordert schon seit längerem eine Aufspaltung von Bayer in Pharma und Agrarchemie. Baumman lehnt dies hingegen ab und erhält dafür bis jetzt auch die Rückendeckung vom Aufsichtsrat. Solange die Zahlen stimmen, wird er wohl auch weiterhin auf den Aufsichtsrat zählen können. An anderer Stelle lenkte der Konzernlenker hingegen ein. So holte Bayer den Staranwalt John Beisner und Mediator Ken Feinberg, um im Glyphosat-Fall möglicherweise doch einen Vergleich mit den Klägern auszuhandeln.

Nach Angaben von Thomson Reuters ist ein Großteil der Analysten mittelfristig positiv für die Aktie gestimmt und verweist dabei unter anderem auf die global starke Marktposition. Angesichts der steigenden Weltbevölkerung wird der Einsatz von hocheffizienten Saatgut und Pflanzenschutzmittel immer wichtiger und mit der Übernahme von Monsanto zählt Bayer nun zu den größten Agrarchemiekonzernen der Welt. Im Pharmasektor sorgen vor allem die beiden Blockbuster Medikamente Eylea und Xarelto für Wachstum. Frei von Risiken ist das Papier jedoch nicht. Eine Beilegung der juristischen Auseinandersetzung rund um Glyphosat liegt noch in weiter Ferne. Zudem sind derzeit keine neuen Medikamente mit einem Umsatzpotenzial von mehr als einer Milliarde Euro im Jahr in Sicht.

Charttechnischer Ausblick: Bayer

Widerstandsmarken: 70/73/80 Euro

Unterstützungsmarken: 55/60/65 Euro

Die Aktie von Bayer bildet einen kurzfristigen Aufwärtstrend und stößt nun an die Oberkante eines Dreiecks. Gelingt der Ausbruch über EUR 70 ist der Weg zunächst bis EUR 73 aus charttechnischer Sicht frei. Im weiteren Verlauf besteht die Chance auf eine Erholung bis EUR 80. Rücksetzer bis EUR 63 würden das bullishe Bild noch nicht trüben. Unterhalb von EUR 60 droht jedoch einen deutlichere Konsolidierung.

Bayer in EUR; Tageschart (1 Kerze = 1 Tag)

Betrachtungszeitraum: 21.09.2018 – 31.10.2019. Historische Betrachtungen stellen keine verlässlichen Indikatoren für zukünftige Entwicklungen dar. Quelle: tradingdesk.onemarkets.de

Bayer in EUR; Wochenchart (1 Kerze = 1 Woche)

Betrachtungszeitraum: 01.11.2014 – 31.10.2019. Historische Betrachtungen stellen keine verlässlichen Indikatoren für zukünftige Entwicklungen dar. Quelle: tradingdesk.onemarkets.de

Investmentmöglichkeiten

Bonus-Cap Zertifikat auf die Aktie von Bayer für Spekulationen, dass sich die Aktie seitwärts oder moderat aufwärts bewegt

Basiswert WKN Verkaufspreis in Euro Barriere in Euro obere Kursgrenze (Cap) in EUR
Finaler Beobachtungstag
Bayer HZ1ZND 94,10 55,00 100,00 20.03.2020
Bayer HZ1ZMX 130,37 54,00 165,00 19.06.2020
Quelle: HypoVereinsbank onemarkets; Stand: 31.10.2019; 09:54 Uhr

Tradingmöglichkeiten

Inline-Optionsscheine auf die Aktie von Bayer für Spekulationen, dass die innerhalb der Barrieren notiert

Basiswert Typ
WKN Verkaufspreis in Euro untere Barriere in Euro
obere Barriere in Euro
Finaler Bewertungstag
Bayer Inline-Optionsschein HZ0YKL 4,11* 52,00 72,00 18.12.2019
Bayer Inline-Optionsschein HZ47GU 3,86* 62,50 87,500 18.03.2020
* max. Rückzahlung pro Wertpapier von EUR 10. Quelle: HypoVereinsbank onemarkets; Stand: 31.10.2019; 10:00 Uhr

Weitere Produkte auf die Aktie von Bayer finden Sie unter www.onemarkets.de oder emittieren Sie einfach ihr eigenes Hebelprodukt mit my.one direct. Infos dazu unter: www.onemarkets.de/myonedirect.

Bitte beachten Sie die wichtigen Hinweise und den Haftungsausschluss.

Diese Informationen stellen keine Anlageberatung, sondern eine Werbung dar. Das öffentliche Angebot erfolgt ausschließlich auf Grundlage eines Wertpapierprospekts, der von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ("BaFin") gebilligt wurde. Die Billigung des Prospekts ist nicht als Empfehlung zu verstehen, diese Wertpapiere der UniCredit Bank AG zu erwerben. Allein maßgeblich sind der Prospekt einschließlich etwaiger Nachträge und die Endgültigen Bedingungen. Es wird empfohlen, diese Dokumente vor jeder Anlageentscheidung aufmerksam zu lesen, um die potenziellen Risiken und Chancen bei der Entscheidung für eine Anlage vollends zu verstehen. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.

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