Anlegen im Takt der Konjunktur


von onemarkets Magazin
am 22.02.17 um 8:03 Uhr in Investment / Magazin / onemarkets Magazin März 2017 / Topthema


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Wer am Aktienmarkt erfolgreich sein will, braucht ein gutes Gespür für den Rhythmus der Wirtschaft:
– Die Konjunkturentwicklung stellt ein wichtiges Kriterium für die Performance von Aktien dar. Die Schwierigkeit besteht darin, Wendepunkte rechtzeitig zu erkennen.
– Eine Lösung könnte der UniCredit European Sector Rotation Strategy Index sein. Die Branchenauswahl passt sich automatisch an die Konjunkturphasen an.
– Per HVB Open End Index Zertifikat können Anleger einfach und bequem an der Wertentwicklung des Index teilhaben.

onemarkets Magazin„Geh‘n Sie mit der Konjunktur, geh‘n Sie mit auf diese Tour“ – mit dem „Konjunktur-Cha-Cha“ setzte das Hazy-Osterwald- Sextett zu Beginn der 1960er-Jahre dem deutschen Wirtschaftswunder ein musikalisches Denkmal. Der Song hat zwar mittlerweile über ein halbes Jahrhundert auf dem Buckel, seine Botschaft ist für Börsianer aber noch immer aktuell. Bekanntlich stellt die Konjunkturentwicklung mittel- bis langfristig eine wesentliche Determinante für die Performance an den Aktienmärkten dar. So lassen sich in Phasen des wirtschaftlichen Aufschwungs in der Regel überdurchschnittliche Aktienrenditen erzielen, während in Abschwung- und Rezessionsperioden häufig Kurseinbußen in Kauf genommen werden müssen. Das klingt einleuchtend, erfordert aber eine differenziertere Betrachtung. Denn wer sich zu eng an den Konjunkturzyklus hängt, dem kann es passieren, dass er den richtigen Ein- beziehungsweise Ausstiegszeitpunkt versäumt. Will heißen: Erst am Ende eines Wirtschaftsbooms in den Markt einzusteigen, kann sich als genauso falsch erweisen, wie das Depot zu leeren, wenn die Nacht am dunkelsten ist. Erfolgversprechender ist es, die Wendepunkte im Konjunktur­zyklus rechtzeitig zu erkennen und die Anlageentscheidungen darauf abzustimmen.

Branchen reagieren unterschiedlich

Noch einen Punkt gilt es zu beachten: „Nicht alle Branchen reagieren gleich stark auf Veränderungen der konjunkturellen Lage“, weiß Christian Stocker, Investmentstratege bei der UniCredit. Auf der einen Seite gebe es Sektoren, die stark von der Wirtschaft abhängen. Sie werden auch als Zykliker bezeichnet. „Die Kurse von zyklischen Aktien verlieren in wirtschaftlichen Schwächephasen in der Regel stärker als der Gesamtmarkt, während sie von einem sich anbahnenden Wirtschaftsaufschwung überdurchschnittlich profitieren“, erklärt der Aktienexperte. Auf der anderen Seite, so Stocker weiter, gebe es defensive Titel, welche Produkte und Dienstleistungen anbieten, die selbst bei schwächerer Konjunktur noch vergleichsweise gut nachgefragt würden. „Aktien aus diesen Sektoren leiden für gewöhnlich weniger stark unter einer konjunkturellen Eintrübung, zeigen im Vergleich zu den Zyklikern aber auch weniger Dynamik nach oben, wenn die Konjunktur wieder anzieht.“

Viele Investoren sind daher bestrebt, sich bei ihren Anlageentscheidungen die Performanceunterschiede der einzelnen Sektoren zunutze zu machen, indem sie diejenigen Sektoren herausfiltern, die sich in der jeweiligen Konjunkturphase besser entwickeln als der Gesamtmarkt.

Vielversprechendes Modell

Halten wir fest: Wer erfolgreich im Takt der Konjunktur anlegen will, sollte zu­nächst die Wendepunkte im Konjunkturzyklus rechtzeitig erkennen und dann sein Portfolio mit denjenigen Branchen bestücken, welche die besten Performance­chancen für die jeweilige Phase im Wirtschaftskreislauf erwarten lassen. Die Anlageexperten von UniCredit haben mit dem Sector-Rotation-Modell ein regel­basiertes Konzept entwickelt, das genau diesen Anforderungen Rechnung trägt. Auf diesen Index hat HVB onemarkets vor rund einem Jahr ein HVB Open End Index Zertifikat emittiert (ISIN: DE000HVB12Y9). Eine erste Bilanz fällt schon mal positiv aus. „Seit Emission des Index-Zertifikats am 24. Februar 2016 hat sich die Strategie hervorragend geschlagen und besser abgeschnitten als der Vergleichsindex STOXX® Europe 600“, weiß UniCredit-Stratege Stocker (mehr dazu im Interview).

Rotierende Branchen

Angesichts der starken Historie dürfte Anleger die Frage interessieren, was ge­nau hinter dem Sector-Rotation-Modell von der UniCredit steckt und wie es funktioniert. Den Ausgangspunkt der Strategie bildet der europäische Leitindex STOXX® Europe 600. Aus dessen Anlageuniversum wurden in einem ersten Schritt diejenigen zehn Sektoren identifiziert, die die größte Konjunktursensitivität aufweisen. Dazu wurden historische Entwicklungen in Aufschwung- und Abschwungphasen untersucht. In einem zweiten Schritt wurden die fünf Branchen, die in Aufschwung­phasen die höchste kumulierte Wertentwicklung aufweisen, in einem zyklischen Sektorkorb zusammengefasst. Die fünf Branchen, die in Abschwungphasen die beste Wertentwicklung aufweisen, wurden dem defensiven Korb zugeordnet.

Im zyklischen Branchenkorb befinden sich zum Beispiel die Branchen „Automobiles & Parts“ (Autoindustrie), „Chemicals“ (Chemie) und Construction & Materials“ (Bau & Baustoffe). Im defensiven Korb wiederum sind unter anderem die Bereiche „Food & Beverage“ (Nahrungsmittel & Getränke), „Healthcare“ (Gesundheit) und „Utilities“ (Versorgung) enthalten. Der UniCredit European Sector Rotation Index investiert dabei über börsengehandelte Indexfonds (ETFs) des Anbieters iShares in die jeweiligen Sektoren.

Das „Positive Feedbacksignal“

Befindet sich die Wirtschaft in einer Aufschwungphase, ist das zyklische Portfolio die richtige Wahl. In Abschwungphasen ist dagegen der defensive Sektorkorb gefragt. Wichtig zu wissen: Das Kriterium „Konjunkturzyklus“ stellt lediglich 50 Prozent der Indexzusammensetzung (Indexallokation) dar. Bei den anderen 50 Prozent handelt es sich um das sogenannte „Positive Feedbacksignal“. Was steckt hinter dieser Zweiteilung? „Um möglichst optimale Ergebnisse zu erzielen“, erklärt Aktienstratege Stocker, soll die Strategie nicht nur flexibel auf Signale seitens der Konjunktur reagieren, sondern darüber hinaus auch die Entwicklung an den Aktienmärkten mit einbeziehen.“ Dazu werde jeden Monat die durchschnittliche Wertentwicklung des zyklischen Korbs, des defensiven Korbs und des STOXX® Europe 600 Index festgestellt und miteinander verglichen. Die Komponente mit der besten durchschnittlichen Wertentwicklung in den vorangegangenen drei Monaten, so Stocker weiter, stelle die Teilallokation „Positives Feedbacksignal“ dar.

Der Prozess anhand eines Beispiels

Angenommen, die Wirtschaft befindet sich in einer Aufschwungphase. Dann würde die Teilallokation „Konjunkturzyklus“, also 50 Prozent des Index, an der Wertentwicklung des zyklischen Korbes teilnehmen. Weist der zyklische Korb darüber hinaus auch noch eine bessere durchschnittliche Kursentwicklung auf als der defensive Korb und der Vergleichsindex STOXX® Europe 600, dann wäre auch die Teilallokation „Positives Feedbacksignal“ in den zyklischen Korb investiert. In diesem Fall wäre der Index also zu 100 Prozent zyklisch ausgerichtet.

Angenommen, nicht der zyklische Korb, sondern der defensive Branchenkorb weist die beste durchschnittliche 3-Monats-Performance auf: Dann würde der Index zu 50 Prozent an der Wertentwicklung des zyklischen Korbes (Teilallo­kation „Konjunkturzyklus“) und zu 50 Prozent an der Wertentwicklung des defensiven Korbes (Teilallokation „Positives Feedbacksignal“) teilnehmen. Hätte der STOXX® Europe 600 Index in den vergangenen drei Monaten am besten abgeschnitten, dann wäre der UniCredit European Sector Rotation Strategy Index bei der Teilallokation „Positives Feedbacksignal“ im STOXX® Europe 600 Index investiert und damit „neutral“ positioniert. Das folgende Schaubild fasst die Index­systematik noch einmal zusammen:

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Wendepunkte erkennen

Für den Erfolg der Strategie ist es von größter Bedeutung, konjunkturelle Wendepunkte frühzeitig und verlässlich zu erkennen. Das Sector-Rotation-Modell der UniCredit greift dabei auf die ifo Geschäfts­erwartungen zurück. Bei der Teilallokation „Konjunkturzyklus“ ist ein beginnender Aufwärtstrend dann gegeben, wenn die ifo Geschäftserwartungen mindestens dreimal in Folge um insgesamt zwei oder mehr Indexpunkte gestiegen sind. Ein beginnender Abwärtstrend wird dann angenommen, wenn die ifo Geschäftserwartungen mindestens dreimal in Folge um insgesamt zwei oder mehr Indexpunkte zurückgegangen sind. Sollte kein Wendepunkt identifiziert werden, so bleibt die Teilallokation „Konjunkturzyklus“ unverändert.

Verlässlicher Frühindikator

Dass die ifo Geschäftserwartungen für das Sector-Rotation-Modell herangezogen werden, ist kein Zufall. „Die ifo Geschäftserwartungen sind eine Subkomponente im viel beachteten ifo Geschäftsklimaindex“, erklärt Christian Stocker. Das Geschäftsklima basiere auf einer monatlichen Umfrage des ifo Instituts unter rund 7.000 Unternehmen in Deutschland. Die Firmen werden dabei gebeten, zum einen ihre gegenwärtige Geschäftslage zu beurteilen und zum anderen ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate mitzuteilen. „Die Geschäftserwartungen sind für uns ein sehr aussagekräftiger Indikator zur Konjunkturentwicklung“, betont Stocker. Und das gelte nicht nur für Deutschland, sondern aufgrund der herausragenden Stellung der deutschen Wirtschaft innerhalb der EU auch für ganz Europa.

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Chance auf Outperformance

Fassen wir zusammen: Das Sector-Rotation-Modell der UniCredit in Gestalt des UniCredit European Sector Rotation Strategy Index setzt sich aus einem Konjunktursignal (Teilallokation 1) und einem Feedbacksignal (Teilallokation 2) zusammen. Das Ergebnis ist eine Sektorallokation, die sowohl flexibel auf Signale seitens der Konjunktur als auch seitens des Aktienmarktes reagiert. Wie die Vergangenheit gezeigt hat, verfügt die Strategie über das Potenzial, sich zum Teil deutlich besser zu entwickeln als der Gesamtmarkt (STOXX® Europe 600 Index). Anleger können mit dem HVB Open End Index Zertifikat an der Wertentwicklung des UniCredit European Sector Rotation Strategy Index eins zu eins und zeitlich unbegrenzt teilnehmen. Zusätzlich werden einmal jährlich die Ausschüttungen der ETFs an den Anleger ausbezahlt. „Die Strategie eignet sich für Anleger, die sich mit einem mittel- bis längerfristigen Anlagehorizont am Aktienmarkt engagieren wollen, ohne die aktive Zusammensetzung ihres Aktienportfolios selber täglich überwachen zu müssen“, sagt UniCredit-Aktienprofi Christian Stocker.

Gleichwohl gibt es gewisse Risiken zu beachten. So verfügt das HVB Open End Index Zertifikat über keine Kapitalgarantie. Stattdessen nimmt es auch an einer negativen Wertentwicklung des Index eins zu eins und unbegrenzt teil. Außerdem wird für das Zertifikat eine Strukturierungsgebühr von 1,35 Prozent pro Jahr erhoben, die auf täglicher Basis beim Zertifikat zum Abzug kommt. Darüber hinaus trägt der Anleger ein Emittentenrisiko. Das heißt, im Fall einer Insolvenz, also Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung der UniCredit Bank AG, drohen hohe Verluste bis hin zum Totalverlust.

Wissen

  • Konjunkturzyklus: Die wirtschaftliche Entwicklung verläuft in unterschiedlichen Phasen. Grundsätzlich werden vier aufeinanderfolgende Konjunkturphasen unterschieden: Depression, Auf­schwung, Boom, Abschwung.
  • ifo Geschäftserwartungen: Die ifo Geschäftserwartungen sind eine Subkomponente des ifo Geschäftsklimaindex und gelten als verlässlicher Früh­indikator für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland.
HVB OPEN INDEX ZERTIFIKAT
Basiswert UniCredit European Sector Rotation Strategy Index
ISIN/WKN DE000HVB12Y9/HVB12Y
Laufzeit Open End*
Währung EUR
Strukturierungsgebühr 1,35 % p.a.
Briefkurs (Verkaufspreis) EUR 1.220,52
*Der Emittent, die UniCredit Bank AG, ist berechtigt, das Zertifikat ordentlich zu kündigen und zum jeweiligen Rückzahlungsbetrag zurückzuzahlen.
Information zur Funktionsweise des Produkts ; Stand: 9.2.2017
Weitere Informationen unter www.onemarkets.de/HVB12Y

Bildnachweise:

  • Stocksy: Giada Canu
  • iStock: mediaphotos


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Für Produktinformationen sind allein maßgeblich der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen. Alle Produktunterlagen und Informationen unter: www.onemarkets.de.

Funktionsweisen der HVB Produkte (http://blog.onemarkets.de/funktionsweisen/).


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