Anlagelösungen für holpriges Gelände


von onemarkets Magazin
am 13.09.17 um 7:58 Uhr in Feature / Interview / Magazin / onemarkets Magazin September 2017 / Wissen


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onemarkets MagazinTrotz insgesamt guter Fundamentaldaten könnten die Schwankungen an den Aktienmärkten im kommenden Jahr noch zunehmen. In diesem Fall stellen Express-Produkte eine interessante Anlagelösung dar. Zu dieser Einschätzung kommen Christian Stocker, Aktienstratege bei UniCredit, und Thomas Wolf, Produktexperte bei HVB onemarkets.

onemarkets: Der DAX® hat sich in den vergangenen achteinhalb Jahren verdreifacht. Während dieser Zeit gab es zwei größere Korrekturen, die jedoch im Eiltempo wieder ausgeglichen wurden. Wie lange geht die Rallye noch?

„Die Aktienbewertungen sind schon recht hoch. Das gilt sowohl für die USA als auch für Europa.“
Christian Stocker, Equity Strategist und Director Markets & Investment Banking bei der UniCredit

Christian Stocker: Wir sind zuversichtlich, dass die Aufwärtsbewegung in diesem Jahr noch anhält. Im kommenden Jahr könnte es jedoch etwas holprig werden. Die Aktienbewertungen sind schon recht hoch. Das gilt sowohl für die USA als auch für Europa. Wir gehen jedoch davon aus, dass es bei den hohen Bewertungen bleiben wird. Sie sollten also kein Katalysator für eine Korrektur sein. Schließlich ist das globale Konjunkturwachstum nicht nur stärker, sondern auch breiter geworden. Die Konjunkturschätzungen wurden zuletzt von einigen Instituten sogar nach oben korrigiert. Die Frühindikatoren sind zwar positiv, aber sie stabilisieren sich derzeit auf diesem hohen Niveau. Das lässt ein nachhaltig robustes Wachstum erwarten.

onemarkets: In jüngerer Vergangenheit hatte der DAX® hinsichtlich der Performance in Europa meist die Nase vorn. Gemessen an der Kursentwicklung seit Jahresbeginn liegen der DAX® (Kursindex) und der EURO STOXX 50® (Price) Index nahezu gleichauf. Sollten Anleger nun wieder verstärkt europäisch denken?

Stocker: Ein großer Vorteil deutscher Aktien lag bislang darin, dass die Unternehmen vom starken Export profitierten. Das wird sich vermutlich relativieren. Denn die Konjunktur in einigen Ländern Südeuropas befindet sich mittlerweile wieder auf Wachstumskurs. Die Wahl von Emmanuel Macron zum französischen Staatspräsidenten könnte unser Nachbarland aus der Lethargie reißen. Macron will das Land reformieren, was der Konjunktur helfen sollte. Ein weiterer Punkt: Der Bankensektor in Europa scheint sich zu stabilisieren. Das ist unter anderem an der Entwicklung des mit Finanzwerten gespickten italienischen Leitindex FTSE® MIB abzulesen. Es lohnt also, wieder verstärkt über die deutschen Grenzen hinauszuschauen.

onemarkets: Sie warnen, dass das Klima an den Aktienmärkten im kommenden Jahr wieder rauer werden könnte. Dabei befindet sich der ifo-Geschäftsklimaindex auf Rekordhöhe. Was stimmt Sie so vorsichtig?

Stocker: In englischen Pubs wird geläutet, wenn das letzte Bier des Abends bestellt werden kann. An der Börse klingelt niemand, wenn die Rallye vorbei ist. Man muss also auf alles vorbereitet sein. Allerdings erwarten wir keine große Korrektur im kommenden Jahr. Wir rechnen jedoch damit, dass sich die Frühindikatoren etwas abschwächen und die Wachstumsraten des Bruttoinlandsprodukts etwas nachgeben könnten. In solchen Phasen werden die Aktienmärkte meist etwas schwankungsanfälliger. Das heißt nicht, dass wir in eine Rezession schlittern. Wir gehen weiterhin von einem soliden Wachstum und steigenden Unternehmensgewinnen aus.

onemarkets: Studien zufolge investieren die Deutschen einen Großteil ihres Geldes immer noch in sichere Anlagen wie Versicherungen und Sparbuch oder parken es trotz niedriger Zinsen auf dem Girokonto. Ein Fehler?

Thomas Wolf: Für den deutschen Anleger ist Sicherheit bei der Kapitalanlage besonders wichtig. Allerdings sehen wir seit geraumer Zeit, dass zunehmend mehr Anleger bereit sind, gewisse Risiken einzugehen. Dabei schichteten sie zumeist von kapitalgarantierten Wertpapieren in Teilschutzprodukte um. Viele Anleger schrecken bei einem DAX®-Stand von über 12.000 Punkten davor zurück, noch in Aktien zu investieren. Wenngleich viele Experten mittelfristig mit einem Anstieg der Aktienmärkte rechnen, ist die gefühlte Bewertung der Anleger hoch. Sie halten sich daher lieber zurück.

onemarkets: Wer auf eine größere Korrektur wartet, könnte bestraft werden.

Wolf: Das ist richtig. Dennoch ist es natürlich ratsam, die Anlagestrategie an die jüngste Entwicklung der Märkte anzupassen. Angesichts eines möglicherweise holprigen Börsenjahrs 2018 könnte es sinnvoll sein, einen Blick auf Investments zu werfen, die auch in seitwärts tendierenden Marktphasen positive Renditen erbringen und zugleich eine gewisse Absicherung bieten.

onemarkets: Welche Wertpapiere werden derzeit besonders nachgefragt?

„Es könnte ratsam sein, einen Blick auf Investments zu werfen, die auch in Seitwärtsphasen positive Renditen erbringen und zugleich eine gewisse Absicherung bieten.“ 
Thomas Wolf, Experte für Wertpapier-Anlagelösungen bei HypoVereinsbank onemarkets

Wolf: Wir sehen eine klare Tendenz zu einem mittelfristigen Anlagehorizont, das heißt drei bis fünf Jahre. Dabei greifen Investoren bevorzugt zu Express-Strukturen. Das sind Anlageprodukte, welche in regelmäßigen Zeitabständen von einem bis eineinhalb Jahren die Möglichkeit einer vorzeitigen Rückzahlung bieten. Besonders beliebt sind klassische Express-Zertifikate und Express-Aktienanleihen. Bei Express-Zertifikaten erhöht sich schrittweise der erzielbare Rückzahlungsbetrag inklusive einer Ertragskomponente. Bei Express-Aktienanleihen bekommen die Anleger – unabhängig vom Kursverlauf des Basiswertes – eine vorab bekannte jährliche Zinszahlung. Interessant für den Anleger sind jedoch nicht nur die erzielbaren Erträge von Express-Produkten. Diese Wertpapiere sind auch mit einer Barriere ausgestattet, die teilweise 40 oder gar 50 Prozent unter dem bei Emission festgestellten Kurs des Basiswertes liegt. Je tiefer die Barriere, umso größer der Teilschutz. Über die Höhe des Teilschutzes und die Wahl des Basiswertes können Anleger die Chance, eine Rendite zu erzielen, bis zu einem gewissen Grad selbst steuern.

onemarkets: Was müssen Anleger mitbringen, um in solche oder andere Teilschutz-Produkte investieren zu können?

Wolf: Viele unserer Kunden haben schon eine gewisse Erfahrung mit den Aktien- und Anleihenmärkten. Fundierte Kenntnisse sind nicht zwingend erforderlich. Der Anleger sollte allerdings wissen, wie die verschiedenen Produkte funktionieren und wo ihre Chancen und Risiken liegen. Für Selbstentscheider bieten wir kontinuierlich ein breites Angebot an neuen Express-Produkten an. Informationen dazu gibt es auf onemarkets.de. Interessierte Anleger können jedoch auch gern in eine unserer HVB-Filialen kommen. Unsere Betreuer stehen Anlegern bei allen Fragen rund um unser Produktangebot mit Rat und Tat zur Seite. Übrigens: Ab einem Investitionsvolumen von 10.000 Euro können sich Kunden der HypoVereinsbank gemeinsam mit ihrem Betreuer ein individuelles Anlageprodukt maßschneidern lassen. Das Wunschprodukt ist in nur wenigen Minuten erstellt und emittiert. Und bekommt sogar eine eigene Wertpapierkennnummer.

onemarkets: Herr Stocker, Herr Wolf, vielen Dank für das Gespräch.

Bildnachweise:

  • UniCredit Bank

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